Stadt Düsseldorf plant eine erste "Protected Bike Lane"

Radverkehr : An der Klever Straße entsteht Düsseldorfs erster geschützter Radweg

Stadt will Radstreifen durch einen flachen Bordstein vom Autoverkehr trennen – ein Modell für weitere Straßen?

In Berlin gibt es sie schon, in Osnabrück auch – und sogar die US-Metropolen New York und Chicago haben eine „Protected Bike Lane“: Jetzt plant auch die Stadt Düsseldorf einen geschützten Radweg, auf der Klever Straße. Am Freitag legte Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke die Planung der Bezirksvertretung 1  vor. So soll die Radachse Klever-/Jülicher Straße in beiden Richtungen von der Cecilienallee bis zur Eulerstraße reichen und durch einen Klebebordstein (12 Zentimeter hoch, 20 cm breit) abgesichert sein. Um einen Anschluss an den Radweg auf der Ulmenstraße zu schaffen, wird die die Achse durch ein kurzes Stück auf der Eulerstraße (zwischen Münster- und Jülicher Straße) ergänzt.

Die abgetrennten Radwege liegen jeweils zwischen dem Fußgängerweg und der rechten Autospur. So ist auch gesichert, dass nicht haltende Autos oder Lieferwagen – wie sonst so oft – den Radweg zustellen.

Die Stadt betont, die Klever Straße  diene als Lackmustest für eventuell weitere „Protected Bike Lanes“. Viele allerdings wird es nicht geben können, denn eine Voraussetzung ist, dass keine oder nur ganz wenige Bäume am Straßenrand stehen. Das ist an der Klever Straße gegeben, ansonsten aber nicht so oft. Der Fahrradclub in Düsseldorf (ADFC) ist aber erst einmal zufrieden, schön sei vor allem, dass das Pilotprojekt eine recht lange Strecke biete, meint Lerke Tyra, die Vorsitzende.

Die Idee kam den Radnetz-Planern beim Fahrradkongress in Kopenhagen dieses Jahr, wo Experten deutlich machten, dass auch das subjektive Sicherheitsempfinden für Radfahrer eine große Rolle spielt. Und das wird offenbar erhöht, wenn sie nicht nur eine eigene Spur für sich haben, sondern die auch abgetrennt wird vom Autoverkehr.

Umgesetzt werden soll die Radachse im kommenden Jahr.

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