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Fußball-Oberliga: SC West mit neuem Mut nach Bocholt

Fußball-Oberliga : SC West: Zieba nähert sich seiner Topform

Der Techniker des SC West blüht unter Neu-Trainer Jovanovic wieder auf. Am Sonntag soll das auch beim Auswärtsspiel beim 1. FC Bocholt so weitergehen.

Beim SC West hat sich der Mut, im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga auf einen Trainernovizen zu setzen, bereits bezahlt gemacht. Auch nach fünf Spielen unter der Regie von Ranisav Jovanovic sind die Oberkasseler noch ungeschlagen. Der vorläufige Höhepunkt in der Ära des Ex-Fortunaprofis war der 5:1-Derbysieg über die TuRU am vergangenen Wochenende, als die Mannen um Kapitän Christoph Zilgens den Nachbarn vor allem im ersten Abschnitt deutlich in den Schatten stellten.

Die zuletzt gezeigten Leistungen unter Jovanovic schüren die Hoffnung, dass am Sonntag auch gegen den 1. FC Bocholt endlich einmal wieder Zählbares geholt werden kann. Die jüngsten drei Partien gegen den Traditionsklub gingen deutlich verloren. Doch mit dem Selbstbewusstsein, das Jovanovic seinem zuvor verunsichert wirkenden Team in Windeseile einimpfen konnte, scheint auch am Bocholter Hünting etwas möglich zu sein.

Neben defensiver Kompaktheit kommen beim SC West nun auch die offensiven Fähigkeiten immer besser zur Geltung. Das liegt vor allem daran, dass es dem Neu-Coach gelungen ist, Maciej Zieba wieder an die Topform heranzuführen. Der feine Techniker ist zweifelsfrei der Unterschiedsspieler im Kader und einer der besten Akteure der fünften Liga. Leider zeigte dies Zieba in der Vergangenheit nicht immer. Gegen die TuRU bot der 31-Jährige im offensiven Mittelfeld eine überragende Vorstellung, an der er sich in Zukunft messen lassen muss.

Bei der TuRU fehlt hingegen eine ganze Reihe wichtiger Stützen

Was Zieba für den SC West bedeutet, sind Taoufiq Naciri, Toni Munoz oder Jacob Ballah in ähnlicher Weise für die TuRU. Sie sind die Spieler, die die Mannschaft spielerisch auf ein anderes Niveau heben. Dass Samir Sisic unter anderem auf dieses Trio im Derby verletzungsbedingt verzichten musste, war auch eine Erklärung für die hohe Niederlage. Zwar kam Ballah in der Schlussphase nach längerer Pause noch zu ein paar Wettkampfminuten. Doch die fehlende Praxis war dem pfeilschnellen Stürmer anzumerken. Somit dürfte der 23-Jährige auch für das Heimspiel gegen den FSV Duisburg kein Thema für die Startelf sein.