Rams feiern Bundesliga-Rückkehr

Rams feiern Bundesliga-Rückkehr

Ein 7:5-Erfolg im dritten Play-off-Halbfinale gegen die Rhein Main Patriots beschert dem Zweitligisten den Aufstieg. Im Finale geht es gegen Velbert.

Großer Jubel bei den Skaterhockey-Spielern der Düsseldorf Rams. Dank eines 7:5-Auswärtssieges im alles entscheidenden dritten Play-off-Halbfinale bei den Rhein Main Patriots kehrt das Team von Trainer Kjell Wilbert in die Bundesliga zurück. Im Finale gegen die Velbert Commanders geht es nun „nur noch“ darum, den Meister der 2. Liga zu ermitteln, aufsteigen dürfen beide Clubs. „Die Freude war sicherlich größer, als wenn die Serie ein Spaziergang gewesen wäre. Aber dennoch sind wir froh, dass es nun vorbei ist und wir den Aufstieg perfekt gemacht haben“, sagte Wilbert.

Dabei schien der Aufstiegstraum nach der bitteren 8:11-Niederlage nach Verlängerung im ersten Halbfinalspiel bereits in weite Ferne gerückt. In einer jederzeit engen Serie auf Augenhöhe schlugen die Rams durch das hauchdünne 12:11 in der eigenen Halle zurück. So musste die Entscheidung in Assenheim fallen, wo die Rhein Main Patriots bislang noch ungeschlagen waren. Doch die Rams verzichteten bei den heimstarken Hessen auf großes Taktieren und gingen offensiv in das „Alles-oder-nichts-Spiel“. Tim Deschka belohnte die Düsseldorfer mit der frühen Führung, die Gastgeber konnten jedoch zügig ausgleichen. Tim Müller (2) und Max Meyer schossen die Rams dann bis zur ersten Pause mit 4:1 in Führung.

Im Mittelabschnitt verlor das Wilbert-Team etwas den Faden, die Gastgeber holten Tor um Tor auf und schienen das Momentum nach dem 4:4 zur zweiten Pause nun wieder auf ihrer Seite zu haben. Für die Düsseldorfer dürfte dies wie ein Déjà-vu gewesen sein — denn bereits in Spiel eins reichte eine Drei-Tore-Führung in Assenheim nicht. Dieses Mal aber behielten die Rams die Nerven, blieben diszipliniert und leisteten sich nur wenige Strafen. Oliver Markmann markierte im Schlussabschnitt für die dritte Führung der Gäste, die von den Patriots noch einmal zum 5:5 ausgeglichen werden konnte. In der Schlussphase sorgten Robin Wilmshöfer und Jonas Matzken mit ihren Treffern dann für die Entscheidung zugunsten der Rams.

Nach dem bitteren Abstieg aus der Bundesliga vor einem Jahr wurde das Team verjüngt. Auch deshalb wusste Wilbert vor der Saison nicht, wo seine neu formierte Mannschaft steht. Doch konstante Leistungen in der Hauptrunde führten die Rams bis auf Platz zwei der Tabelle. Mit einem 15:6-Sieg über Langenfeld machten die Widder die Play-off-Teilnahme am letzten Spieltag perfekt.

Nun dürfen sie sich wieder auf die Bundesliga freuen. „Ich denke, wir sind gut beraten mit dem Aufstieg. Im kommenden Jahr wird die 2. Liga noch stärker. Jetzt haben wir unser Hauptziel erreicht. Im Finale wäre der Titel dann noch eine Belohnung. Aber da legen wir nicht dieselbe Verbissenheit an den Tag“, sagte Kjell Wilbert.

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