1. NRW
  2. Düsseldorf
  3. Lokalsport

Düsseldorf: Petrus meint es mit den Pferden am Grafenberg nicht gut

Düsseldorf : Petrus meint es mit den Pferden am Grafenberg nicht gut

Auch sonst hatte der Rennverein Pech: Der Starjockey Christophe Soumillon reist gar nicht erst an.

Düsseldorf. Das hatte man sich beim Düsseldorfer Reiter- und Rennverein ganz anders vorgestellt. Doch gegen Petrus kommt man bei einer Freiluftveranstaltung leider nicht an, und so war der große BMW-Renntag am Samstag am Grafenberg total verregnet. Was sehr schade war, denn es wurde wieder guter Sport geboten. Im Mittelpunkt der zehn Rennen stand der BMW-Preis, ein mit 25.000 Euro dotiertes Listenrennen über 2100 Meter für dreijährige Stuten, das ein wichtiges Vorbereitungsrennen für den Henkel-Preis der Diana ist. Das Deutsche Stutenderby wird am 7. August in der Landeshauptstadt über die gleiche Distanz gelaufen.

Die große Attraktion des Tages kam gar nicht erst. Der belgische Weltklassejockey Christophe Soumillon, Privatjockey von Prinz Karim Aga Khan, sollte für seinen „Chef“ die Stute Elennga reiten. Doch daraus wurde nichts, denn am Donnerstag hatte sich der Superstar bei einem Sturz verletzt. Die Mitfavoritin wurde daraufhin von Filip Minarik geritten. Nachdem auch noch zwei Pferde am Morgen abgemeldet worden waren, gingen lediglich sechs Stuten auf die Reise. Haushohe Favoritin war die von Champion Andreas Wöhler trainierte Serienholde.

Doch beinahe wäre das Rennen für die Favoritin kurz nach dem Start vorbei gewesen, denn die Stute stolperte, knickte ein, und nur dank einer tollen Reaktion konnte sich ihr Jockey Eduardo Pedroza im Sattel halten. Zwar lag Serienholde am Ende des Feldes, doch in der Zielgeraden war sie an der Außenseite zur Stelle, schien leicht zu gewinnen. Doch Flemish Duchesse, die größte Außenseiterin im Feld, erwies sich als hartnäckige Gegnerin, und ließ sich erst ganz zuletzt auf den zweiten Platz verdrängen. Dritte wurde die Aga Khan-Stute Elennga.

Einen ruhigen Tag hatten die Düsseldorfer Trainer. Sascha Smrczek und sein Kollege Ertürk Kurdu hatten jeweils nur ein Pferd zu satteln. Smrczeks Power Star, in diesem Jahr bereits dreifacher Sieger, landete im sechsten Rennen auf dem vierten Platz, der von Kurdu trainierte Dreijährige Cobra Royal kehrte nach dem zweiten Rennen als Dritter in den Absattelring zurück. Pech hatte in diesem Rennen Rennvereins-Vizepräsident Albrecht Woeste mit seinem Stall Grafenberg, denn der für die weiß-rot-schwarzen Farben startende Shadow Chaser wurde nur Zweiter. Das Pferd war der Siegerin nach Zielfotoentscheid mit einer Nase unterlegen.