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T3-Triathlon im Medienhafen: Gelungene Generalprobe für die EM

T3-Triathlon im Medienhafen : Gelungene Generalprobe für die EM

Die sechste Auflage des T3-Triathlons im Medienhafen war für die Athleten und Zuschauer ein „toller Wettbewerb“ und gutes Marketing.

Düsseldorf. Manchmal braucht es einfach das richtige Timing, um aus einer ordentlichen eine gute Generalprobe zu machen. Der Höhepunkt des Düsseldorfer Triathlons, das Eliterennen der Herren, stand kurz bevor, da riss der Himmel plötzlich auf und bescherte Zuschauern wie Athleten herrlichen Sonnenschein.

Das war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Seit Wochen ist der Himmel über Düsseldorf ja wolkenverhangen, noch am Samstag hatte es fast durchgehend geregnet. Doch in dem Moment, in dem sich die Athleten zum Sprung ins Hafenbecken aufstellten, passte sich das Wetter der Jahreszeit an. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung an der Strecke, wo zehntausende Zuschauer unter lauten Techno-Beats aus den Lautsprechern mitjubelten. Entsprechend zufrieden war Sonja Oberem: „Es hat alles reibungslos geklappt, und wir haben unheimliches Glück mit dem Wetter gehabt“, sagte eine zufriedene Sportliche Leiterin.

Für Oberem und ihr Team war das Gelingen dieser sechsten Ausgabe des Düsseldorfer Triathlons im und um den Medienhafen besonders wichtig, war sie doch gleichzeitig die Generalprobe für die EM im nächsten Jahr am selben Ort. Und egal, wer sich hinterher an einem Fazit versuchte, sie alle gerieten regelrecht ins Schwärmen. So wie der Sieger der Hauptlaufs, der Schweizer Sven Riederer, Olympia-Dritter von 2004 und einer der großen Stars der europäischen Triathlon-Szene: „Das ist ein ganz toller Wettbewerb“, sagte der 35-Jährige, der bei seinen vielen Starts in aller Welt nicht nur als Sportler aktiv ist. Weil er in seiner Heimat selbst zwei Triathlons organisiert, „achte ich auch immer auf die Organisation, und hier kann man sich immer etwas abschauen“, sagte Riederer und lobte die „imposante Kulisse“ des Hafens.

Die ist es auch, die die Deutsche Triathlon Union (DTU) seit Jahren immer wieder nach Düsseldorf zieht. „Wir kommen ja eigentlich vom Land und haben erst vor einigen Jahren angefangen, in die großen Städte zu gehen“, sagte DTU-Präsident Martin Engelhardt und machte keinen Hehl daraus, dass sich das auch nicht mehr ändern wird. Mehr Zuschauer, schönere Bilder zur Vermarktung — wie Frankfurt oder Hamburg hat sich auch Düsseldorf längst einen Namen in der Szene gemacht.

Dafür betreiben die Organisatoren eine Menge Aufwand. Personell mit mehr als 250 Streckenposten und Helfern, und von den Aufbauten her. LED-Banden im Zielbereich, zwölf Kilometer Absperrgitter, eigene Tribünen, Kameraleute an und per Motorrad auch auf der Strecke. Diese Bilder wurden nicht nur live ins Internet, sondern auch auf der großen Leinwand im Zielbereich übertragen.

Einen „Qualitätssprung“ nannte DTU-Präsident Engelhardt das — und wünscht sich nächstes Jahr noch mehr davon. Es gehe darum, „mehr für die Nicht-Insider zu tun“. Obwohl der Verband mehr als 60 000 Mitglieder habe, die meisten Zuschauer sehen einen Triathlon als Event, bei dem sie gut unterhalten werden wollen. Weil das der Fall war, konnte Engelhardt nachher verkünden: „Wir sind hochzufrieden, das war eine gute Generalprobe.“ Auch dank des Wetters.