Halloween: Straftaten in Serie

Halloween: Straftaten in Serie

40 Strafanzeigen erstattet. Wieder Messerstecherei am Burgplatz. Vier Sexualdelikte.

Die gute Nachricht: Die befürchtete Rückkehr der Grusel-Clowns hat nicht stattgefunden. Aber dafür gab es in der Halloween-Nacht jede Menge andere Straftaten, die für Dauerbeschäftigung bei der Altstadtwache sorgten. Insgesamt wurden 40 Strafanzeigen geschrieben. Darunter 16 wegen Körperverletzung und vier Sexual-Delikte.

Um 22.35 Uhr kam es erneut zu einer Messerstecherei am Burgplatz, wo sich Gruppen von Nordafrikanern und Afghanen aufhielten, die dort schon in der Vergangenheit auffällig wurden, etwa in der Silvesternacht. Unter fünf jungen Männern, die sich offenbar kannten, kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung. Dabei wurde ein 27 Jahre alter Afghane durch einen Stich in den Rücken verletzt, es besteht keine Lebensgefahr.

Dass die Polizei schnell vor Ort war und möglicherweise Schlimmeres verhindern konnte, liegt auch an der Kameraüberwachung auf dem Burgplatz. „Wir haben die Freitreppe ständig unter Beobachtung und können erkennen, wenn sich da unter den Personengruppen etwas entwickelt“, sagt Polizeisprecherin Anja Kynast. Nicht verhindert werden konnte, dass sich der mutmaßliche Täter zunächst unerkannt aus dem Staub machte.

Nicht komplett aufgeklärt werden konnte ein Vorfall, der sich um 23.35 Uhr vor einer Diskothek am Rathausufer ereignete. Hier soll es bei dem Streit zwischen mehreren Personen um eine Frau gegangen sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll ein Unbekannter mit Reizgas gesprüht haben. Dabei wurden drei Männer verletzt. Einer davon so schwer, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nach dem mutmaßlichen Täter wird noch gesucht.

Angezeigt wurden außerdem vier Sexual-Delikte. In allen Fällen wurden Frauen „begrapscht“, es handele sich um Straftaten im niederschwelligen Bereich. Anja Kynast: „Es waren keine Taten, die von Gruppen begangen wurden.“ Die vier Verdächtigen konnten festgenommen werden, alle standen unter erheblichem Alkoholeinfluss. Bis um sechs Uhr morgens waren die Beamten der Altstadtwache im Dauereinsatz, bis das Halloween-Spektakel beendet war.

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