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Elbers offiziell zum Spitzenkandidaten bestimmt

Elbers offiziell zum Spitzenkandidaten bestimmt

Der OB erreicht knapp 93 Prozent der Stimmen. Die Reserveliste ist komplett bestätigt.

Düsseldorf. Jetzt ist es offiziell: Oberbürgermeister Dirk Elbers wird bei der Kommunalwahl im Herbst als Spitzenkandidat der CDU antreten. Bei einer Vertreterversammlung im Henkel-Saal erreichte er am Samstag bei drei Enthaltungen knapp 93 Prozent der 298 Stimmen, vor fünf Jahren waren es noch 99 Prozent.

Das Skript der eineinhalb-stündigen Rede vom 16. Mai, als Elbers bereits symbolisch während eines Parteitages gekürt wurde, ließ er jedoch in der Tasche. Stattdessen machte er es kurz. Innerhalb von sechs Minuten versprach der OB, die Stadt „in allen Bereichen“ weiterzuentwickeln, hob einmal mehr die Schuldenfreiheit der Stadt als Verdienst der CDU hervor und bezeichnete seinen designierten Gegenkandidaten von der SPD, Thomas Geisel, erneut nur als einen „Neuankömmling“.

„Wir lassen nicht zu, dass solche Leute in unserer Stadt Verantwortung übernehmen.“ Denn wenn die SPD das Sagen hätte, würden alle CDU-Erfolge „in kürzester Zeit ratzfatz von diesen Leuten zerstört“. Für die Zukunft versprach Elbers eine Balance zwischen Schuldenfreiheit und Investitionen zu finden.

Einen Seitenhieb hatte er in Sachen U3-Betreuung für die Landesregierung übrig: „Es ist peinlich, was NRW sich leistet. Die Landesregierung sollte sich lieber um Familien und Senioren kümmern, als mit einem Nichtrauchergesetz durch die Stadt zu ziehen.“ Beifall.

Die Nominierungen in den Kommunalwahlbezirken (Wahlkreisvorschläge) sowie für die Reserveliste (Kreisvorschläge) wurden eins zu eins vom Parteitag umgesetzt. Die Kampfkandidaturen gingen allesamt an die bisherigen Amtsinhaber: Marion Kempkes unterlag Johannes Eßer für den Bezirk Bilk SW/Hamm/Volmerswerth/Flehe, Sylvia Laflör musste sich gegen Ilja Michael Meißner für den Bezirk Bilk/Volksgarten geschlagen geben und mit nur vier Stimmen verlor Birgit Schentek gegen Amtsinhaber Pavle Madzirov (Mörsenbroich). Auf der Reserveliste verzichtete Madzirov auf den Listenplatz 23.