Düsseldorf: Weihnachtsgeschäft beginnt verhalten

Einzelhandel : Düsseldorfer Weihnachtsgeschäft: Volle Kaufhäuser, verhaltene Käufer

Einzelhandelsexperte sagt: Rabattschlachten zum Black Friday haben das Weihnachtsgeschäft vorgezogen.

Voll war es in der Stadt am Samstag vor dem ersten Advent bei zunächst schönem Wetter und milden Temperaturen. Voll in den Kaufhäusern, voll auf den Straßen. Laut Polizei stockte zwischen 14 und 17 Uhr auch der Verkehr rund um Heinrich-Heine-Allee, Königsallee und Carlsplatz. Erst als es anfing zu regnen, nahm der Verkehr spürbar ab. Dennoch: Die Düsseldorfer waren an diesem Tag keineswegs im Kaufrausch.

„Der erste Adventssamstag war ein eher verhaltener Auftakt für das diesjährige Weihnachtsgeschäft“, sagt  Ralf Engel, Geschäftsführer des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen. Kundenfrequenz und Umsätze seien auf dem Niveau des Vorjahres. Der Experte stellt nach einer Umfrage fest: „Die Kunden kamen in die Geschäfte, haben geguckt und sich informiert, aber nicht gekauft.“ Gut gelaufen seien an diesem Tag nur Spielsachen und Kaffeeautomaten. In den Parfümerien wurden überwiegend Nikolausgeschenke gekauft. Winterbekleidung sei dagegen kaum gefragt gewesen.

Engel nennt einen Grund für das  Kaufverhalten: „Die Rabattschlachten vor, am und nach dem „schwarzen Freitag“ wurden merklich zu vorgezogenen Weihnachtseinkäufen genutzt.“ Doch er glaubt, dass die Kunden in die Geschäfte zurückkehren und nicht die Dinge, die sie dort getestet und ausgewählt haben, online bestellen.

Das Weihnachtsgeschäft werde anziehen. So wahrscheinlich am kommenden Wochenende. Dann öffnen die Geschäfte in der Innenstadt, der Altstadt und der Carlstadt auch am Sonntag, 9. Dezember, von 13 bis 18 Uhr.

Engel ist sicher, dass der verkaufsoffene Sonntag nicht gefährdet ist, denn die Gewerkschaft Verdi habe keinen Eilantrag dagegen gestellt.

Die Polizei musste am Samstag insgesamt 13 Fahrzeuge abschleppen lassen (im Vorjahr sieben). Die Verkehrsteilnehmer hatten laut Polizei ihre Fahrzeuge so behindernd abgestellt, dass sie abgeschleppt werden mussten.

Die Polizisten mussten insgesamt 108 (Vorjahr 70) gebührenpflichtige Verwarnungen aussprechen oder Ordnungswidrigkeitenanzeigen fertigen.