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Eishockey: Wie Ex-Pinguin Vasiljevs Krefelder Handballer fit macht

Eishockey : Wie Ex-Pinguin Vasiljevs Krefelder Handballer fit macht

Der frühere Spieler der Krefeld Pinguine macht seinen Trainerschein — und leitet ein Training beim Handball-Drittligisten HSG Krefeld.

Krefeld. Eishockey trifft Handball. Eine willkommene Abwechslung im harten Trainingsalltag bekamen die Spieler des Handball-Drittligisten HSG Krefeld geboten, die mitten in der Saisonvorbereitung stecken. Eishockey-Spieler Herberts Vasiljevs hatte sich zur Trainingseinheit an der Königshofer Sporthalle eingefunden und verpasste dem HSG-Kader unter den Augen von Trainer Olaf Mast und Co-Trainer Alwin op de Hipt einen beinharten, aber abwechslungsreichen Abend. Vasiljevs steckt derzeit mitten in der Ausbildung zur A-Lizenz als Eishockey-Trainer. In Füssen wird der 41-Jährige Ende Juli bereits zum zweiten Mal die Schulbank drücken und nach erfolgreichen Klausuren bald seinen Trainerschein einfahren.

Den ersten Trainerjob hat der immer noch in Krefeld lebende, ehemalige NHL-Spieler jedoch schon unter Dach und Fach: „Ich werde in Zukunft die lettische U18-Nationalmannschaft bei Turnieren betreuen. Sehr gerne würde ich jedoch als Co-Trainer arbeiten, auch in der zweiten oder dritten Liga, um Erfahrungen zu sammeln.“

Nach einem kurzen Einlaufen in der Parkanlage vor der Halle ließ es sich der ehemalige Pinguine-Spieler nicht nehmen, die dann folgenden notwendigen Dehn- und Gymnastikübungen selbst vorzuführen. Danach ging es an die „Koordinationsleiter“, an der Vasiljevs die Beweglichkeit und Lauffähigkeit der HSG-Akteure trainierte. Als besonders talentiert und vom Eishockey-Fachmann mit einem Sonderlob versehen erwies sich Linkshänder Maik Schneider. Der Goalgetter der Krefelder, derzeit wegen Schulterproblemen gar nicht im Wurftraining, tänzelte geradezu leichtfüßig durch die zahlreichen Aufgaben.

Doch der ehemalige lettische Nationalspieler hatte noch ein Bonbon parat. Während der HSG-Kader unter Aufsicht von Mast weitere Laufrunden im Park drehte, baute Vasiljevs in der Sporthalle einen Konditionskurs auf. Flugs war der HSG-Kader in zwei Gruppen aufgeteilt, musste „Alt“ gegen „Jung“ in einem Parallelkurs, wie beim Skilaufen, gegeneinander antreten. Vier Hürdensprünge, ein Slalomlauf durch fünf Stangen, ein Purzelbaum, dann zehn Liegestütz sowie zehn Banksprünge und zum Abschluss ein langgezogener Sprint durch die gesamte Halle forderten die Spieler im harten Wettstreit bis an die Grenzen.

Immer wieder korrigierte und motivierte Vasiljevs die HSG-Spieler. Nach fünf Runden im ersten Durchgang und einer Revanche trugen beide Seiten jeweils einen Sieg davon. Die Stimmung beim Konditionswettstreit war bestens. Anerkennenden Applaus der Handballer kassierte der Übungsleiter. Dieser gab das Lob zurück: „Ihr seid eine Mannschaft, ihr klatscht euch ab. Ihr kämpft füreinander. Das gibt positive Energie, und das ist wichtig in einer Mannschaftssportart. Ihr geht gut miteinander um, aber ihr müsst immer Spaß am Training haben, auch wenn es hart zu Sache geht.“