Fortuna Düsseldorf: Haggui und Madlung bleiben gesetzt

Fortuna Düsseldorf: Haggui und Madlung bleiben gesetzt

Die beiden Innenverteidiger haben bei Fortuna ihren Stammplatz sicher. Schmitz und Koch komplettieren die Viererkette.

Düsseldorf. Das erste Pflichtspiel für die Fortuna im Kalenderjahr 2016 rückt näher. Die WZ blickt in den kommenden Tagen auf die einzelnen Spieler der Mannschaftsteile des Fußball-Zweitligisten und schätzt ihre Chancen für die Rest-Rückrunde und die Zukunft ein. Los geht es mit der Abwehr.

Foto: Christof Wolff

Stärken: Der Kapitän der Fortuna bestritt alle Saisonspiele von Beginn an — abgesehen vom Rückrundenauftakt gegen Union Berlin, als er gesperrt fehlte. Haggui bringt die Erfahrung von 172 Bundesligaspielen mit und schaltet sich bei Standardsituationen immer wieder ein. Der Tunesier ist robust in den Zweikämpfen und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

Schwächen: Seine Ruhe wird Haggui hin und wieder als Schwäche ausgelegt werden. Als Kapitän müsste der 32-Jährige in manchen Situationen lauter agieren. Ein weiteres Problem ist seine mangelnde Schnelligkeit, die sich sowohl an der Seite von Christian Strohdiek als auch mit Alexander Madlung als Nebenmann zeigte.

Vertrag bis: 30. Juni 2017 Aussicht: Haggui wird seinen Stammplatz in der Viererkette behalten — und das nicht nur, weil er der Kapitän ist.

Stärken: Der Stellvertreter von Karim Haggui als Mannschaftsführer verfügt über eine außerordentliche Technik, gute Übersicht auf dem Spielfeld und beherrscht das schnelle Umschalten von Abwehr zu Angriff. Zudem kann Koch vielseitig eingesetzt werden: als Außenverteidiger auf der rechten Seite und im zentral-defensiven Mittelfeld.

Schwächen: Im bisherigen Saisonverlauf lässt „Kochi“ die Konstanz vermissen. Guten Aktionen folgt nicht selten ein haarsträubender Fehlpass. Oftmals macht es den Eindruck, als würde der bei Borussia Dortmund groß gewordene 25-Jährige zu sehr mit sich selbst beschäftigt sein, wenn es allgemein Team nicht läuft. Vertrag bis: 30. Juni 2018

Aussicht: Koch ist fußballerisch einer der Besten bei der Fortuna und wird die Mehrzahl der Spiele bis zum Saisonende spielen. Seine Position wird aber eher in der Viererkette als in der Zentrale sein.

Stärken: Der Innenverteidiger zählt ebenfalls zu den erfahrensten Spielern bei der Fortuna (285 BL-Spiele). Das macht ihn zwar nicht automatisch zum Führungsspieler. Aber auf dem Platz ist Madlung jemand, der Anweisungen gibt. Sein Kopfball-Spiel sucht in der Zweiten Liga seinesgleichen. Auch bei Standardsituationen ist er gefährlich. Madlungs Stellungsspiel ist gut, er antizipiert viele Aktionen des Gegners. Auch seine lang geschlagenen Bälle in die Spitze sind oft brauchbare Vorlagen.

Schwächen: Der Ex-Frankfurter ist nicht der schnellste Abwehrspieler. Da das auch für seinen Nebenmann Karim Haggui gilt, ist die Abwehr durch schnelle und wendige Stürmer des Gegners in Verlegenheit zu bringen. Teilweise geht Madlung nicht geschickt und zu hart in die Zweikämpfe und produziert damit Freistöße in gefährlichen Distanzen zum eigenen Tor. Auch im Aufbauspiel zeigt er nicht immer die Übersicht, die mit seiner Erfahrung erwartbar wäre. Vertrag bis: 30. Juni 2017 Aussicht: Madlung wird unumstrittener Stammspieler in den restlichen Spielen der Saison sein.

Stärken: Auch Lukas Schmitz agiert auf dem Rasen mit viel Übersicht, hat immer das Auge für den freistehenden Nebenmann und verfügt über Bundesliga- und Champions-League-Erfahrung. Zudem ist der 27-Jährige ein guter Zweikämpfer und immer in der Lage mit Flankenläufen für Gefahr zu sorgen.

Schwächen: Wenn es einmal nicht läuft, lässt Schmitz sich hin und wieder hängen und spielt ein wenig mutlos. Wenn er offensiv ausgerichtet agiert, versprüht der ehemaliger Bremer und Schalker zudem kaum Torgefahr.

Vertrag bis: 30. Juni 2016

Aussicht: Schmitz wird als „Sechser“ oder links in der Viererkette ein fester Bestandteil der Mannschaft bleiben. Sollte Axel Bellinghausen unter dem neuen Trainer Marco Kurz einen Stammplatz erkämpfen, wird „Schmitzi“ eher im Mittelfeld eingesetzt. Eine Vertragsverlängerung würde Sinn machen.

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