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Zwischenzeugnis der DEG vor den Play-offs

Zwischenzeugnis der DEG vor den Play-offs

Das Team von Christof Kreutzer hat das erste Ziel erreicht. Reicht die Klasse zu noch mehr?

Die Spieler im Tor

Zwischenzeugnis der DEG vor den Play-offs

Mathias Niederberger — Hinter ihm stand das größte Fragezeichen. Kann ein 22-Jähriger ohne Erfahrung als Nummer 1 den überragenden Tyler Beskorowny vergessen machen? Er kann. Und wie. Mit 23 Siegen, 2,27 Gegentoren im Schnitt und einer Fangquote von 93 Prozent gehört er zu den besten Goalies der Liga, obwohl er zuletzt wegen der hohen Belastung (42 Spiele) etwas abbaute. Note 1-

Zwischenzeugnis der DEG vor den Play-offs

Bobby Goepfert ging nach seiner langen Verletzung aus dem Vorjahr voller Tatendrang an die Saison. Hielt gleich zum Auftakt in Turku überragend, auch in der Liga ging es gut los. Erlebte Anfang Oktober gegen Augsburg einen rabenschwarzen Tag, als er vier Tore bei sieben Schüssen kassierte. Verletzte sich, kam zurück, hielt stark, mal weniger, verletzte sich dann erneut. Note: 3

Zwischenzeugnis der DEG vor den Play-offs

Felix Bick war meist beim Kooperationspartner in Nauheim, machte dort 13 Spiele und hielt ordentlich. In der DEL bekam er zwei Starts, wurde in den Spielen in Hamburg und zuletzt gegen Schwenningen sehr alleingelassen. Kassierte je drei Tore. Note: 3

Zwischenzeugnis der DEG vor den Play-offs

Tim Conboy Wie Goepfert kam der Abwehrchef nach einer langen Verletzung zurück und fehlte auch länger im Laufe der Saison. Er ist der emotionale und körperliche Anführer der Mannschaft. Übertreibt es aber manchmal (138 Strafminuten). In der Defensive meistens stark, in der Spieleröffnung und offensiv ausbaufähig: kein Tor, 13 Vorlagen. Note: 3+

Zwischenzeugnis der DEG vor den Play-offs

Kurt Davis Von vielen kritisch beäugt, steigerte er sich zu Beginn enorm. Starke Auftritte vor beiden Toren. Irgendwann kam bei ihm aber wieder der Schlendrian rein, als sich seine Nebenleute reihenweise verletzten und das Team die Spur verlor. Note: 3

Zwischenzeugnis der DEG vor den Play-offs
Foto: homü

Bernhard Ebner kam schwer in die Saison, wollte zu viel und spielte kompliziert. Steigerte sich dann aber wie kein Zweiter und war der beste Abwehrspieler der DEG. Mit 36 Punkten drittbester Scorer aller DEL-Verteidiger. Note: 2+

Stephan Daschner Seine Offensiv-Qualitäten (23 Punkte in 38 Spielen) und als erster Passgeber haben ihn zurecht zum Nationalspieler werden lassen. Teilweise aber etwas zu puckverliebt und risikofreudig. In der eigenen Zone mit Schwächen. Zuletzt verletzt und schmerzlich vermisst. Note: 2-

Tim Schüle Der Rückkehrer ist eine der positiven Überraschungen der Saison. Steigerte sich von Woche zu Woche und war zuletzt einer der Beständigsten. Als er sich dann auch noch verletzte, brannte es hinten. Offensiv könnte mehr kommen (8 Punkte). Note: 3+

Joonas Rönnberg sollte bei all den offensiv denkenden Nebenleuten ein klassischer Stay-at-home-Verteidiger sein, der mit seinem Körper vor dem Tor abräumt und in den Ecken arbeitet. Bringt den Körper mit, setzt ihn nur leider selten ein. Dazu fehlen ihm Tempo und Stocktechnik. Zuletzt zeigte er einen kleinen Aufwärtstrend. Note: 4

Corey Mapes wurde meistens in der dritten Reihe eingesetzt, hin und wieder auch als siebter Verteidiger. Hat sich im Gegensatz zu den anderen nicht so weiterentwickelt. Als er durch die Verletzenmisere mehr Eiszeit bekam, wurde das umso deutlicher. Note: 4

Daniel Kreutzer erlebt eine weitere Saison voller persönlicher Ehrungen. Macht seine mittlerweile fehlende Antrittsschnelligkeit durch unermüdlichen Einsatz wett. Kann immer noch sensationelle Tore schießen und Pässe spielen, zeigt das aber längst nicht mehr an jedem Abend. Note: 3

Rob Collins Wenn er gut drauf ist, gehört er noch zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Sein Auge und sein Stellungsspiel (auch defensiv) sind ein Genuss. Nimmt sich zwar hin und wieder Auszeiten, wirkt aber weitaus jünger als fast 38. Mit 16 Toren und 22 Vorlagen drittbester Scorer. Note: 2

Drayson Bowman kam kurz vor Weihnachten und legte mit vier Punkten in fünf Spielen gleich gut los. Danach ein kleines Tief, mittlerweile vor allem durch sein Tempo und seine Größe eine echte Verstärkung. Zehn Tore und sieben Vorlagen in 24 Spielen. Note: 2

Ken-André Olimb Der Motor des Spiels: schnell, wendig, intelligent, kämpferisch. Seine Vertragsverlängerung wäre außer dem Titel wohl das größte Geschenk, was man den Fans machen könnte. Auf beiden Seiten des Eises überragend, einer der besten Spieler der Liga und mit 43 Punkten zweitbester Scorer. Note: 2+

Norm Milley startete furios in CHL und DEL, fiel dann aber in ein Loch und holte in 15 Spielen nur zwei Punkte. Mit der Reihenumstellung explodierte er. Seitdem überragend. Sammelte in den 32 Spielen danach 39 Punkte. In Überzahl das Gehirn der DEG. Note: 2

Manuel Strodel wurde an der Seite von Olimb und Milley erwachsen. Bringt genau den Schuss Unbekümmertheit und Dynamik rein, den die Reihe gebraucht hat. 13 Tore und 21 Punkte sind jeweils persönliche Bestwerte. Note: 2-

Eduard Lewandowksi war hinter vorgehaltener Hand schon als einer verschrien, der nach Jahren in der KHL noch mal etwas Geld abgreifen wollte. Legte gut los, stand dann lange neben sich, zuletzt verbessert. Technisch stark, läuft aber oft hinterher. 27 Punkte sind aber in Ordnung. Note: 3-

Alexej Dmitriev hat keine richtige Schwäche, aber auch keine große Stärke. Blieb lange hinter seinen Möglichkeiten zurück, steigerte sich, als sich das Team steigerte. Offensiv zu harmlos (fünf Tore). Note: 4+

Alexander Preibisch Sein Antritt ist bemerkenswert. Wäre er technisch ähnlich stark, würde er in der NHL spielen. Also ist er ein harter Arbeiter (vor allem in Unterzahl). Sein guter Plus-minus-Wert (+8) steht seinen nur acht Scorerpunkten gegenüber. Note: 3-

Chris Minard geht keinem Zweikampf aus dem Weg. Wirkt trotzdem manchmal abwesend. Hat er einen guten Tag, wie beim 6:3 in Köln, kann er das Team mitreißen, taucht dann aber lange ab. Zwölf Tore sind in Ordnung, vier Vorlagen zu wenig. Note: 4

Daniel Fischbuch verletzte sich zu Beginn böse an der Niere und kam nur schleppend in die Saison. Ihm ist kämpferisch nichts vorzuwerfen, der Ertrag ist aber zu gering. Nur zwei Tore in 36 Spielen sind zu wenig für sein Potenzial. Seine neun Vorlagen sind gut, aber nicht überragend. Note: 4+

Marcel Brandt war für die vierte Reihe oder als überzähliger Stürmer eingeplant. Ist nun aber einer von nur sechs Feldspielern, die alle Spiele gemacht haben. Kämpft, rackert, und als er Verteidiger gebraucht wurde, meisterte er die ungewohnte Aufgabe mit Bravour. Bester Plus-minus-Spieler (+11). Note: 2-

David van der Gulik kam in der Saison mit Vorschusslorbeeren und traf in seinem ersten Spiel. Das Niveau konnte er aber nicht halten. War immer wieder verletzt und wirkt bis heute nicht bei 100 Prozent. Seine drei Tore in 16 Einsätzen sind sehr ausbaufähig. Note: 4

Max Kammerer ist vor allem ein Versprechen für die Zukunft. Pfeilschnell, technisch stark. Dafür fehlt es logischerweise für einen 19-Jährigen an Körper und Erfahrung. Deutete viel an, schoss in 22 Spielen aber nur ein Tor. Seine Zeit kommt noch. Note: 3