Sparen beim Onlineshopping – so geht’s

Geld & Recht : Sparen beim Onlineshopping – so geht’s

Im Internet nach Schnäppchen zu jagen, ist für viele bereits zum unterhaltsamen Zeitvertreib geworden. Manchmal landen Produkte sehr spontan im Warenkorb, das kann am Ende teuer werden.

Besser ist es, ganz gezielt nach einem bestimmten Produkt oder nach Produkten mit spezifischen Kriterien zu suchen. Wer jetzt noch eine Preisobergrenze festlegt, ist für die Suche nach dem passenden Produkt bestens gewappnet. Mit diesen Angaben ist es viel einfacher, die Angebote verschiedener Onlineshops miteinander zu vergleichen und es kommt nicht so leicht zu einem völlig überteuerten Fehlkauf.

Foto: Pixabay/kalhh

Rabattaktionen und Gutscheine nutzen
Auf vielen Webseiten gibt es Aktionsangebote oder Rabattcodes für die unterschiedlichsten Produkte oder Onlineshops. Damit lassen sich leicht ein paar Prozent sparen. Rabattaktionen wie der Black Friday, der in diesem Jahr am 29. November stattfindet, bieten viele Deals und Schnäppchen. Weitere Möglichkeiten sind Newsletter-Anmeldungen, die häufig mit Rabatten verbunden sind, oder Gutscheine von speziellen Online-Portalen. Es lohnt sich, im Internet nach Gutscheincodes zu suchen. Bei vielen Kundenservices ist es heute üblich, per WhatsApp Anfragen zu stellen oder auch direkt über die Homepage zu chatten. Wer sich traut, kann dort einfach und direkt nach Rabatten und Gutscheinen fragen. Überraschend oft gibt es tatsächlich etwas abzustauben.

Nur in seriösen Shops einkaufen
Günstige Preise und gute Bewertungen sind nicht immer ein Garant für einen seriösen Onlineshop. Fake-Shops wirken immer sehr authentisch, doch sie täuschen selbst routinierte Verbraucher. Die Folge ist Abzocke. Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es Gütesiegel für Onlineshops, die sichere und kundenfreundlichen Shops auszeichnen und garantiert echte Kundenbewertungen veröffentlichen.

Zum richtigen Zeitpunkt shoppen
Wer beim Onlineshopping sparen will, kann sich auch einfach an die klassischen Spartipps halten. So ist es auch im Internet günstiger, saisonale Produkte dann zu kaufen, wenn sie gerade keine Saison haben. Auch in den Onlineshops passen die Betreiber ihre Preise an die Nachfrage an. In der Vorweihnachtszeit gibt es beispielsweise häufig Rabatte auf große Haushaltsgeräte, weil diese keine typischen Weihnachtsgeschenke sind. Dagegen hat Unterhaltungselektronik oder teures Parfum Hochsaison, was die Preise für diese Produkte in die Höhe treibt.

Onlineshopping geht rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Es ist tatsächlich möglich alles zu einem beliebigen Zeitpunkt zu bestellen. Wer sparen möchte und es nicht so wahnsinnig eilig hat, sollte am besten mittwochs shoppen. Viele Onlineshops füllen mittwochs neue Produkte auf. Dann gibt es häufig super Deals.

Preise in Online-Shops unterliegen außerdem häufig starken Schwankungen und können sich innerhalb kurzer Zeit deutlich verändern. Vor einer größeren Anschaffung sollte man sich deshalb Zeit nehmen und die Entwicklung zunächst beobachten.

Preisvergleiche sind immer gut
Im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Preisvergleichsportale. Dort lassen sich die Preise für das gewünschte Produkt ganz leicht vergleichen. Da die Anzahl der Shops mittlerweile unüberschaubar geworden ist, kann es hilfreich sein, den Preisvergleich etwas einzuschränken, beispielsweise auf eine bestimmte Preislage oder nur auf einige wenige Shops. Dort lassen sich dann die Angebote etwas genauer betrachten. Wenn die Anschaffung nicht dringend ist, besteht die Möglichkeit einen Preisalarm einzurichten für das gewünschte Produkt. Dieser schickt dann eine Nachricht, wenn das gewünschte Produkt im Preis reduziert zu haben ist.

Tipp fürs Online-Shopping: Den Warenkorb stehen lassen
Das ist sicherlich jedem schon einmal passiert, der regelmäßig im Internet einkauft: Der Einkauf ist noch nicht abgeschlossen, alle Produkte liegen noch im Warenkorb, aber der Browser geht zu oder der Nutzer verlässt einfach die Seite, weil er keine Zeit mehr hat. Danach dauert es nicht sehr lange bis der Onlineshop sich meldet, weil es einen Preisnachlass auf ein Produkt im Warenkorb gegeben hat. Das ist meistens kein Zufall. Onlinehändler beobachten ihre Kunden sehr genau. Auf einen nicht abgeschlossenen Kauf bieten sie ihren Kunden einen ganz gezielten Anreiz, den Kauf doch noch abzuschließen. Das können Verbraucher auch für sich nutzen und immer eingeloggt shoppen.

Social-Media-Kanäle nutzen
Newsletter liest heute kaum noch jemand. Viel attraktiver sind die Social-Media-Kanäle der Shops. Ein Blick in den Feed des jeweiligen Shops reicht aus, um auf besondere Angebote aufmerksam zu werden. So gibt es tolle Angebote und Rabattaktionen ohne den Spam im Posteingang.

Den Warenkorb „auffüllen“
Es passiert immer wieder, eigentlich jedem: Die Bestellung ist eigentlich fertig, jetzt fehlt noch ein Euro für den versandkostenfreien Einkauf. Bei Amazon besteht dann die Möglichkeit, noch ein günstiges Buch dazu zu bestellen. Es gibt Shops, in denen Gratis-Rückversand möglich ist. Wem der Aufwand nicht zu hoch ist, der kann noch etwas mehr bestellen und es dann wieder zurückschicken. Manchmal haben die Shops auch Kleinigkeiten im Sortiment, die jeder fast immer gebrauchen kann. Wie wäre es beispielsweise mit einem Paar neuer Socken? Schon ist das Problem gelöst und die Bestellung ist wahrscheinlich sogar günstiger als mit den Versandkosten.

Mit dem Laptop shoppen und nicht mit dem Smartphone
Es ist tatsächlich Realität: Beim Shoppen mit dem Smartphone haben die Onlineshops häufig höhere Preise als beim Shoppen mit dem Computer. Das hängt damit zusammen, dass Smartphone-Nutzer spontaner eine Kaufentscheidung treffen und schneller unter Zeitdruck geraten. Sie vergleichen auch seltener Preise. Auch der Wohnort des Nutzers, der beim Einkauf mit Smartphone meist mit übertragen wird, kann den Preis beeinflussen.

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