1. NRW
  2. Wuppertal

Wuppertalbewegung will einen Verkehrsübungsplatz an der Nordbahntrasse

Verein hat noch Geld aus dem Bau der Schwarzbachtrasse übrig : Wuppertalbewegung will Verkehrsübungsplatz bauen

Der Verein hat bereits ein geeignetes Grundstück im Auge, muss aber noch abwarten, ob er nicht benötigte Fördergelder für das Vorhaben verwenden kann.

Ob im Go-Cart, zu Fuß oder auf dem Rad oder dem Roller – auf einem Verkehrsübungsplatz können sich Kinder als unterschiedliche Teilnehmer im Verkehr erleben. Ziel ist es, das richtige Verhalten im Straßenverkehr unter realistischen Bedingungen sowie verschiedenen Blickpunkten zu erlernen. Geübt wird auf einem Gelände mit kleinen Straßen, Ampeln, Kreisverkehren und Verkehrszeichen. In Wuppertal soll nach dem Willen der Wuppertalbewegung wieder ein Verkehrskindergarten entstehen. „Wir haben noch Geld von der Sanierung der Schwarzbachtrasse übrig. Das würden wir gerne dafür verwenden“, sagt Carsten Gerhard, Vorsitzender des Vereins.

Die Idee entstand aus der eigenen Erfahrung: „Ich habe beobachtet, dass viele Kinder Sorge haben, über die Straße zu gehen“, sagt Carsten Gerhard. Sie seien den Verkehr nicht gewöhnt. Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass in Deutschland im vergangenen Jahr rund 28 000 Kinder bei Verkehrsunfällen verunglückt sind. Ein häufiger Grund ist, dass Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten nicht richtig einschätzen können. „Das muss man üben“, sagt Gerhard, der sich daran erinnert, dass es ihm als Kind besonders viel Spaß gemacht hat, im Verkehrskindergarten an der Rudolfstraße hinter dem Steuer zu sitzen. Der Platz wurde jedoch Anfang der 2000er Jahre geschlossen.

Derzeit sucht die Wuppertalbewegung nach einem geeigneten Platz an der Nordbahntrasse. „Es sollte etwa 5000 Quadratmeter groß sein“, sagt Gerhard. Das Grundstück von Kugel Fischer in Varresbeck würde sich aus seiner Sicht als Ort für den Verkehrsübungsplatz anbieten. Geplant ist, dass der Platz regelmäßig an den Wochenenden geöffnet hat, damit Kinder mit ihren Eltern üben können. Die Finanzierung ist fast gesichert: Von den insgesamt 3,6 Millionen Euro für die Sanierung der Schwarzbahntrasse sind noch 280 000 Euro übrig. „Wir freuen uns, dass das Projekt günstiger geworden ist“, sagt Gerhard.

Realisierung könnte
bereits 2021 beginnen

Gerade hat der Verein die Schlussabrechnung für die Schwarzbachtrasse eingereicht. „Jetzt warten wir darauf, ob und wieviel wir für den Verkehrskindergarten verwenden dürfen“, sagt Gerhard. Die Voraussetzung, dass dieser für die Allgemeinheit geschaffen wird, wäre gegeben. Wenn alles gut geht, will der Verein den Verkehrsübungsplatz im kommenden Frühjahr realisieren.