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Wuppertalbewegung ebnet den Weg für das Großprojekt Circular Valley

Hauptversammlung : Verein ebnet den Weg für Circular Valley

Am Donnerstagabend nahm der Verein in der Historischen Stadthalle eine weitere Hürde und änderte die Satzung.

Die Wuppertalbewegung hat am Donnerstag ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Dabei wurde ein großer Teil des Vorstandes wiedergewählt und eine neue Satzung verabschiedet. Hauptsächlich geht es dabei um das neue Projekt Circular Valley.

Die Versammlung, mit der üblicherweise die Pauluskirche gefüllt wird, musste im Jahr der Pandemie in den Großen Saal der Historischen Stadthalle weichen. Hier konnten bei ausreichendem Platz die Abstände eingehalten werden. Corona spielte auch zu Beginn der Veranstaltung eine Rolle beim Jahresrückblick, der aber zufriedenstellend für den Verein ausfiel. Schatzmeister Burkhard Clingen gab ein positives Jahresergebnis bekannt und attestierte, man habe es mit einem „gesunden Unternehmen“ zu tun.

Der Vorsitzende Carsten Gerhardt zeigte daraufhin in Bildform die Erfolge des Geschäftsjahres. Dazu gehören die Gestaltung des Sponsorenplatzes auf dem Uellendahler Viadukt, die Eröffnung der Schwarzbachtrasse und eine hohe Nachfrage bei der Draisine, die ab dem kommenden Sommer mit einem Elektro-Motor ausgestattet sein soll.

Der Vorstand wurde im Rahmen der Versammlung in Teilen neugewählt; Schriftführerin Christa Mrozek hatte freiwillig ihren Rückzug erklärt, will sich aber weiter engagieren. An ihre Stelle brachten die anwesenden Mitglieder Dina Kipker. Mit Kathrin Weber wurde der Vorstand um eine weitere Beisitzerin ergänzt. Gerhardt und Clingen sowie Lutz Eßrich als zweiter Vorsitzender und Matthias Kreysing als Beisitzer wurden im Amt bestätigt.

Ein bedeutender Tagesordnungspunkt war die geplante Satzungsänderung. Hierbei geht es primär um die Verwirklichung des bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Projekts „Circular Valley“, um das die Vereinssatzung ergänzt werden sollte. Carsten Gerhardt führte in einem Vortrag aus, warum das Vorhaben, ein Netzwerk der Kreislaufwirtschaft mit dem Bergischen Land im Mittelpunkt, aus seiner Sicht sinnvoll ist: „Das globale Problem besteht in 100 Milliarden Tonnen Emissionen und Abfall jährlich.“ Deshalb will er sich hier mit dem Circular Valley dafür einsetzen, Wissen der umliegenden Institute und Universitäten zu nutzen und zu teilen, zirkuläre Wertschöpfung gemeinsam mit zahlreichen weltmarktführenden Unternehmen aus der Region anzugehen und Empfehlungen an die Politik zu geben.

Einstimmig beschlossen die Mitglieder die Änderung. Clingen betonte  aber, man wolle das Projekt stemmen, „ohne unser eigenes Anliegen in Wuppertal zu vernachlässigen“. Dazu soll, so ein weiterer Wunsch des Vereins, in Zukunft auch ein Verkehrsübungsplatz an der Nordbahntrasse gehören. jol