Wuppertal: Planung des Tanzzentrums wird zum Bürokratiemonster

Wuppertal : Tanzzentrum Pina Bausch: Nicht so umständlich

Es stimmt nicht gerade zuversichtlich, wenn man nun erfährt, dass zur Vorbereitung des Baus des Tanzzentrums Pina Bausch erst einmal ein „nicht offener Realisierungswettbewerb als Planungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren und anschließendem Verhandlungsverfahren“ vorbereitet werden muss.

Das hört sich nicht nach großer Kunst an, sondern ganz so, als ob zunächst einmal ein Bürokratiemonster gefüttert werden müsste. Kein Wunder, dass vor 2026 kein Tänzer die neue Bühne betreten wird. Gibt es denn nicht doch Mittel und Wege, um diese Prozedur zu beschleunigen? Liebe Politiker, das ist jetzt ihre Aufgabe. Denn Zeit ist Geld. 500 000 Euro steckt die Stadt Jahr für Jahr ins Schauspielhaus, um es vor dem Verfall zu bewahren. Und Jahr für Jahr steigen die Baukosten für das Projekt in Millionenhöhe.

Ein wenig Druck könnte auch in Sachen Schwebebahn nicht schaden. Ein Gutachter der Staatsanwaltschaft ermittelt. Geht das auch etwas schneller? 361 000 Wuppertaler in einer von Diesel-Fahrverboten bedrohten Stadt warten auf schnellere Antworten als sie Staatsanwaltschaft und Stadtwerke fast zwei Monate nach dem Unfall liefern können. Die Fragen lauten: Wie lange steht die Schwebebahn noch still, wann beginnt endlich die Reparatur? Es wäre schön, wenn das Jahr 2019 jetzt auch in Wuppertal Fahrt aufnehmen würde.

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