Wuppertal: Park des Monats startet 2020 mit dem Burgholz

Veranstaltung : Park des Monats startet mit dem Arboretum

Die Veranstaltungsreihe geht in die nächste Runde. Der Verein sucht Unterstützer.

„Sabine“ steht nicht auf dem Programm. „Zum Glück waren wir nicht in der vergangenen Woche dran“, sagt Michael Felstau, gemeinsam mit Klaus-Günther Conrads Organisator von „Park des Monats“. Für den diesjährigen Auftakt der Reihe führt Waldpädagoge Dirk Wagenführ am kommenden Sonntag, 11 Uhr, durchs Arboretum im Burgholz. Die Besucher können sich auf besondere Einblicke in dem einzigartigen Baumbestand freuen, verspricht Felstau. „Auf Bäume mit Geschichten und Vergangenheit, von hier und anderswo. Bäume, die hier heimisch sind und welche, die zugezogen sind. Alte, von Menschenhand gemachte Stätten, werden ebenso besucht, wie natur­überlassene Wälder. Eine Reise durch den Zauber der Natur.“

Die Reihe sei längst zum Selbstläufer geworden, was die Resonanz angeht. „Wir werden überrannt“, sagt Felstau. Auch an Kandidaten mangele es nicht. Der Januar wird traditionell nicht besetzt, dafür gibt es in anderen Monaten zwei oder mehr Veranstaltungen.

Doch was die Mithilfe angeht, würden sich Felstau und Conrads über weitere Unterstützer freuen. Aktuell fehle zum Beispiel jemand, der sich redaktionell um die Flyer kümmere. Der Förderverein Historische Parkanlagen, dessen 2. Vorsitzender Felstau ist und der hinter Park des Monats steht, hat gerade einmal um die 20 Mitglieder. Sehr engagierte, wie Felstau betont, aber zu wenige, um alle Aufgaben zu bewältigen. Die Organisation von Veranstaltungen sei ja nur ein Themenbereich.

Schwerpunkte: Elberfelder Verschönerungsverein und Quga

„Die Parkanlagen sind unser Erbe“, betont Felstau. Dass Wuppertal zu den grünsten Großstädten Deutschlands zähle, habe es unter anderem Vereinen wie dem Elberfelder Verschönerungsverein (EVV) zu verdanken. Vor 150 Jahren gegründet, legte der mit den Grundstein dafür, dass viele Anlagen dauerhaft gesichert wurden. Eng verbunden mit dem Verein ist auch der Name Von der Heydt.

Das Jubiläum des EVV, der sich 1953 aufgelöst hatte, dessen Wirken aber etwa in den Parkanlagen Friedenshöhe und Friedrichsberg weiterlebt, ist ein Themenschwerpunkt der Veranstaltungsreihe in diesem Jahr: Im Juni ist der Mirker Hain, ebenfalls einst vom EVV geschaffen, der „Park des Monats“. Dort erinnern unter anderem die „Selma-Steine“ an Selma von der Heydt und das Engagement ihrer Familie. Und im November geht es auf den Nützenberg. Ein Park, der mit schönen Aussichten und einem Denkmal, wie aus einem Märchen entsprungen, lockt: dem Weyerbuschturm. Das Kleinod ist seit Jahren gesperrt, der Förderverein um Felstau arbeitet allerdings an einem Sanierungsplan. Fördermittel konnten eingeworben werden. Bei der Veranstaltung im November will der Verein das Konzept gemeinsam mit dem Städtischen Gebäudemanagement vorstellen. 2021 sollen die Arbeiten starten.

Zweiter Schwerpunkt 2020 ist die Quartiersgartenschau. Im vergangenen Jahr hatte Antonia Dinnebier die Quga ins Leben gerufen, als Appetizer für die mögliche Bundesgartenschau 2032 in Wuppertal. In jedem Jahr steht ein anderer Stadtteil im Mittelpunkt. Nach der erfolgreichen Premiere mit Ronsdorf ist diesmal Unterbarmen dran. Die passende Führung ist im März geplant.

Fester Bestandteil des diesjährigen Programms sind aber auch die Klassiker, wie etwa die Hardt. Sie ist einer von mehreren Wuppertaler Mitgliedern im Europäischen Gartennetzwerk. Gerade um diese Naturschönheiten der Bevölkerung immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, so Felstau, sei eine Reihe wie „Park des Monats“ wichtig. Grünanlagen seien ein Potenzial für Wuppertal, auch um Touristen zu werben. Das müsse die Stadt noch mehr erkennen. Wer von außerhalb komme, tue sich mitunter schwer, die „grünen Schätze“ der Stadt zu finden. „Die Beschilderung ist ausbaufähig“, sagt Felstau.