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Ronsdorfer Anlagen: „Lichterklänge“ zum Abschluss des Geburtstagsjahres

Wuppertal : „Lichterklänge“ in den Ronsdorfer Anlagen

Verein feiert Samstag sein 150-jähriges Bestehen mit Musik und Lichtinstallationen.

Stimmungsvoll soll es in den Ronsdorfer Anlagen werden. Und musikalisch. Mit einer ganz besonderen Atmosphäre will der Ronsdorfer Verschönerungsverein (RVV) sein Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen am kommenden Samstag, 26. Oktober, beschließen — und lädt pünktlich zum Sonnenuntergang um 18.17 Uhr zu den „Lichterklängen“ rund um den Kaiserplatz am Friedenshort 55 ein.

Der Mandolinenchor und die Jagdbläser werden dabei sein. Außerdem ein Duo, das mit Synthesizer und Gesang auftritt. Ein Heimspiel wird die Gruppe von Saxofon- und Klarinettenspielern aus Ronsdorf haben. Passend zur Umgebung wird der Verein zudem Klangschalen aufhängen. Und für die außergewöhnliche Stimmung sorgt die Beleuchtung eines Rundweges. Unter anderem werden Strahler aufgestellt, die von unten in die Bäume leuchten. „Das wird schon etwas Besonderes“, ist Michael Heil, der Vereinsvorsitzende, überzeugt. Dazu gibt es Grillwürstchen und kalte oder warme Getränke, je nachdem, was die Witterung erfordere. Der Eintritt ist frei, die Organisatoren des RVV freuen sich aber über Spenden zur Deckung der Kosten.

Die Vorbereitungen laufen schon ein ganzes Jahr, erzählt Heil. In dieser Woche wurde es dann richtig spannend. „Die Technik haben wir vom Medienzentrum“, bedankt sich Heil für die Unterstützung. Am Freitag werde die Elektrik verlegt. „Und Samstag dann richtig aufgebaut“, kündigt er an.

Eine solche Veranstaltung sei Neuland für den Verein, räumt der Vorsitzende ein. Gefeiert wurde eigentlich schon mit verschiedenen Veranstaltungen das ganze Jahr über, etwa mit einem Baumspaziergang und einer Kräuterführung. Auch an der Quga, der Quartiersgartenschau, beteiligte sich der RVV. Die „Lichterklänge“ wiederum laufen in der Reihe „Park des Monats“, an der der Verein bereits seit einigen Jahren teilnimmt. Vorteil aus der Sicht Heils: Viele Auswärtige entdecken so die Ronsdorfer Anlagen für sich. „Nicht nur Wuppertaler kamen“, erinnert sich Heil an das vergangene Jahr. Auch am Samstag hofft er auf viel Zuspruch.
Der Aufwand sei schon groß, aber es lohne sich, zieht er schon jetzt eine positive Bilanz des Jubiläumsjahres. Das Feedback sei gut gewesen, auch in den Sozialen Medien spielten die Ronsdorfer Anlagen eine Rolle. „Die Leute wurden einfach aufmerksam.“ Das sei auch das Ziel der Veranstaltungen gewesen, „den Verein zu öffnen“, sagt Heil. „Potenzielle neue Mitglieder für uns zu interessieren.“ Denn wie etwa auch sein Pendant in Barmen mit den Barmer Anlagen hat auch der Ronsdorfer Verschönerungsverein das Problem, dass viele Bürger, die seine Anlagen besuchen, gar nicht wissen, dass sie sich auf Privatbesitz befinden, den der Verein für die Öffentlichkeit in Schuss hält — und dafür eigentlich ein dickes Dankeschön verdient hätte.

Froh ist man deshalb über Ronsdorfer wie Kurt Plöttner, der zu seinem 90. Geburtstag auf Geschenke verzichtete und stattdessen seine Gratulanten zu Spenden für den Verschönerungsverein aufrief. „Das war eine gute Grundlage für unseren neuen Bouleplatz, der in Kürze fertig gestellt werden soll“, erklärt Heil. Von Spenden und Sponsoren wie etwa der Stadtsparkasse sei der Verein tortz mehr als 650 Mitgliedern abhängig, so Heil – und natürlich von den mehr als 1200 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden des harten Kerns der Mitglieder.

Das Jubiläumsjahr habe auch intern für einen Aufschwung gesorgt. Die Zusammenarbeit wurde enger. „Es gibt einfach ein neues Vereinsleben“, sagt Heil. Und das soll nicht wieder einschlafen, kündigt er an. Die Pläne für das kommende Jahr sind bereits in der Mache. Zunächst freue er sich aber mit seinen Mitstreitern auf den Abschluss am Samstag. Das i-Tüpfelchen sei zudem in Arbeit: Zum 150. Geburtstag des Vereins wird bald in der Edition Köndgen ein Band zu den Ronsdorfer Anlagen erscheinen.

„Die Ronsdorfer Anlagen sind unsere grüne Lunge“, lobt Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes den RVV, „der schon vor 150 Jahren grüne Politik betrieben hat“. Er danke Vorstand und Mitgliedern.