Wuppertal: Neue Blitzer gehen in Betrieb

Tempo- und Rotlichtsünder : Wuppertal: Neue Blitzer gehen in Betrieb

Ab Freitag werden in Wuppertal mehrere neue Blitzer Tempo- und Rotlichtsünder messen. Dafür wurden die Säulen extra modernisiert.

Der Systemwechsel ist abgeschlossen, am Freitag sollen die neuen Blitzer an der Südstraße/Viehhofstraße und Carnaper Straße/Schützenstraße ihrer Aufgabe nachgehen und Tempo- sowie Rotlichtsünder ertappen — oder noch besser, dafür sorgen, dass Autofahrer gar nicht erst gegen die Regeln verrstoßen. Dass an beiden Stellen geblitzt wird, ist nicht neu. Allerdings hat die Stadt jetzt die Technik umgestellt: Statt auf Starenkästen und Induktion setzt sie nun auf Säulen und Radar. An anderen Stellen in der Stadt sind die Säulen bereits seit längerem in Einsatz.

Ebenfalls in den nächsten Tagen wird die neue Tempomessanlage an der Linderhauser Straße ihren Dienst aufnehmen. Eigentlich sollte die Säule bereits in der vergangenen Woche blitzen. Ein defekter Stromabschluss machte der Stadt aber einen Strich durch die Rechnung. Die WSW arbeiten derzeit an der Fehlerbehebung, so Stadtsprecher Thomas Eiting.

Blitzer auf der A 46: Genehmigung für Rückkehr fehlt noch

Noch dauern wird es allerdings, bis der Blitzer auf der A 46 wieder steht. Die Anlage im Baustellenbereich zwischen Haan-Ost und Sonnborner Kreuz war erstmals im Mai 2018 aufgestellt worden, zwischenzeitlich im Zuge der Arbeiten dort abgebaut worden. Im Herbst 2019 hieß es noch von Seiten der Stadt, der Blitzer werde „in Kürze zurückkehren“. Aktuell warte man aber immer noch auf die Genehmigung der Bezirksregierung, heißt es aus dem Rathaus.

Um die Anlage, die viele Autofahrer an einen Roboterkasten a la Star Wars erinnerte, hatte es mehrfach Diskussionen gegeben. Ein Wuppertaler Anwalt für Verkehrsrecht kritisiert unter anderem, dass der Blitzer eigentlich ein mobiler und kein fester sei, was auf einer Autobahn nicht erlaubt wäre. Die Stadt hatte allerdings Recht bekommen.

Viel Wirbel gab es auch um den Blitzer an der Südstraße. „Unverhältnismäßig“ viele Rotsünder waren erwischt worden. Allerdings wohl, weil sie die falsche Ampel im Blick hatten: Abbieger- und Geradeaus-Anlage waren nicht parallel geschaltet. 2017 reagierte die Stadt allerdings, änderte die Schaltung und baute auch die Ampelmasten um. Das Ergebnis: Seitdem gab es deutlich weniger Rotlichtverstöße.