Stage 3: Eine tänzerische Reise geht zu Ende

Stage 3: Eine tänzerische Reise geht zu Ende

Mit ihrer Final-Show im ausverkauften Opernhaus begeisterten die Ensembles von Musical & Dance das Publikum.

Wuppertal. James Bond, Saturday Night Fever, Sex and the City — für den letzten Teil der Show-Trilogie „Stage“ des Musical & Dance- Ensembles hat Choreograph und Leiter Kristopher Zech ganz tief in die Kiste der Film- und Fernsehmusik gegriffen. Unter dem Motto „Jeder Tanz spiegelt die Erinnerung“ brachten die Musical-Kids, das Kinder- und das Jugendensemble von Musical & Dance eine beeindruckende Leistung auf die Bühne.

Von „Lady Marmelade“ über „I need a Hero“ bis zu „Fluch der Karibik“: In der Showreihe wird Abwechslung groß geschrieben. Dabei ist jedes Genre vertreten: Mal eine Ballade, zu der der Tanz Schmerz und Sehnsucht vermittelt, dann wieder eine Rock’n’Roll-Nummer, die zum Mitklatschen anregt.

Die 60 Tänzer der Ensembles überzeugten vor allem mit einem: ihrer Ausdruckskraft. Egal ob sie in fließenden Bewegungen allein tanzen oder Figuren mit einem Partner machten — stets ist deutlich zu sehen, dass sie mit Herz und Seele bei der Sache sind. Auch die Vielfalt und Professionalität der Tanzfiguren beeindruckt: Mal ist es ein sanftes Schleichen wie von Raubkatzen, dann wieder tänzeln und hüpfen die Akteure agil über die Bühne. Nicht minder überzeugen die gesanglichen Einlagen der jungen Darsteller, etwa beim Song „Sandy“ aus „Grease“, der mit Gefühl und Klangfülle interpretiert wird.

Viola Schüller, Besucherin der Show

Auffällig sind bei der Show auch die Kostüme der Tänzer. Bei jedem Stück tragen sie ein neues, oft aufwendiges Outfit, was das Gesamtbild abrundet: Mal ist es ein Dirndl, beim nächsten ein elegantes Abendkleid, dann ein Fußballtrikot — immer auf das jeweilige Lied abgestimmt. So erzählt jede Szene schon in der Ausstattung ihre eigene, neue Geschichte. Besonders gelungen: eine aus James Bond adaptierte Szene: Vermummte Gestalten in Sturmhauben auf der Bühne, mittendrin der Geheimagent, der natürlich einen Gegner nach dem anderen umlegt und zudem eine Frau erobert — alles tänzerisch dargestellt. Doch auch die jüngsten Darsteller zeigen, was sie draufhaben: Hier ein Radschlag, da eine Pirouette — das Publikum ist überzeugt.

„Mir hat es super gefallen. Es ist einfach toll, zu sehen, wie gut auch schon die Kleinen tanzen und wie viel Engagement sie in die Sache stecken“, sagt Barbara Kondziela-Neiß. Auch Viola Schüller ist begeistert: „Ich bin einfach fasziniert und berührt. Man hat den Tänzern ihre Leidenschaft richtig angemerkt.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung