Ronsdorf: 4. Ronsdorfer Weinfest: Genau das richtige Rotwein-Wetter

Ronsdorf : 4. Ronsdorfer Weinfest: Genau das richtige Rotwein-Wetter

Die Stimmung auf dem Bandwirkerplatz war prickelnd wie ein Schaumwein.

Als Christel Auer, die Vorsitzende des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins, Margit Deniers-Schlägel, die Vorsitzende des Fördervereins des Bandwirkerbades, und Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes am Freitag um 18 Uhr auf dem Bandwirkerplatz das 4. Ronsdorfer Weinfest offiziell eröffneten, da herrschte an den bestens gefüllten Tischen schon heiter-gelöste Stimmung. Die ersten fröhlichen Runden hatten sich nämlich schon rund anderthalb Stunden vorher eingefunden und mit den mit edlen Tropfen gefüllten Gläsern nicht nur angestoßen, sondern diese auch genussvoll geleert.

„Mir hat das Barmer Weinfest immer so gut gefallen“, erinnert sich Christel Auer, „und dann haben wir auf einer gemeinsamen Fahrt beschlossen, so etwas auch in Ronsdorf zu veranstalten.“

Mit bestem Erfolg, zumal das Fest bisher auch stets von gutem Wetter begleitet worden war und der begünstigte Förderverein des Bandwirkerbades stets ein hübsches Sümmchen (über die Höhe wird stets Stillschweigen bewahrt) einstreichen konnte, das half, den Erhalt des Bades für die nächsten Monate zu garantieren. „Wir brauchen dieses Fest unbedingt“, bestätigte Margit Deniers-Schlägel.

Sechs Winzer aus den Weinbaugebieten Rheinhessen, Mosel und Nahe waren für die drei Tage von Freitag bis Sonntag zum Bandwirkerplatz gekommen und hatten für jeden Weinliebhaber etwas dabei. Weiß- und Rotweine, Rotling in trocken, feinherb oder süß.

Natürlich gehört auch die geeignete „Tafelmusik“ zum Genuss des goldenen oder roten Weines. Und da waren die deftigen „Striekspöen“, die Blue Fellows und der Saxofonist Hans Kronenberg die richtige Begleitung an den drei Tagen auf dem Bandwirkerplatz, auf dem der Rasen schon einige Tage nicht gemäht worden war. Was für die Gäste den Vorteil hatte, dass auch versehentlich heruntergefallene Gläser nicht gleich zerbrachen.

„Reinhard Konietzko vom Förderverein und ich haben die Organisation übernommen und freuen uns natürlich über die vielen ehrenamtlichen Helfer, die für das Gelingen des Weinfestes sorgen“, so Christel Auer, die Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins, die mit Freude sah, dass die 60 Bierzelt-Garniture schon am Freitag bestens frequentiert waren.

„Toll, da war alles voll, und es ging bis 1.30 Uhr“, freute sich auch Margit Deniers-Schlägel, die auch den Weinliebhabern ein vorzügliches Zeugnis ausstellte. „Sehr friedlich ging es schon am ersten Tag zu.“

Die eher kühlen Temperaturen und die gelegentlichen Schauer hatten auf die Trinkgewohnheiten einen speziellen Einfluss: „Wenn es etwas kälter ist, dann wird mehr Rotwein getrunken als bei Hitze“, wusste Winzer Thorsten Friess aus Rheinhessen, der wie seine Kollegen schon zum vierten Mal auf dem Bandwirkerplatz aufschlug. Allerdings hätte so mancher Weinliebhaber angesichts der Temperaturen auch einen Glühwein nicht verachtet.

Mehr von Westdeutsche Zeitung