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Asphaltmischwerk: Asphaltmischwerk: Geruch ist für Stadt hinnehmbar

Asphaltmischwerk : Asphaltmischwerk: Geruch ist für Stadt hinnehmbar

Anwohner ärgern sich über das Asphaltmischwerk.

Barmen Seit Errichtung des Asphaltmischwerks Uhlenbruch (AMW) 2011 laufen die Anwohner Sturm gegen die Anlage. Seitdem liege immer wieder ein schlimmer Gestank in der Luft, zudem seien Fenster und Wände mit klebrigen Stoffen verschmiert. Die offiziellen Ansprechpartner haben in letzter Zeit immer wieder gewechselt: Erst war die Stadt Wuppertal zuständig, dann ab Herbst 2014 die Bezirksregierung Düsseldorf, seit Anfang April jetzt wieder die Stadt.

Das von der Bezirksregierung in Auftrag gegebene Gutachten zur Untersuchung der klebrigen Stoffe ist immer noch nicht fertig. Ein gleichartiges städtisches Gutachten hat jedoch schon vor längerer Zeit ergeben, dass die beanstandeten Flecken nicht aus dem AMW stammen. „Die Beläge waren teilweise biologischen Ursprungs, etwa Pilzbefall und Insektenausscheidungen sowie aus dem Straßenverkehr stammend. Es konnte in keinem Fall ein Zusammenhang mit dem AMW festgestellt werden“, sagt Pressesprecherin Ulrike Schmidt-Keßler.

Auch das neue turnusmäßige Gutachten zum Schadstoff-Ausstoß, das die Untere Immissionsschutzbehörde gerade ausgewertet hat, ergab Messwerte weit unter den Vorgaben der Technischen Anleitung Luft. „Aufgrund dieser Messergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass durch den Betrieb des AMW keine Gesundheitsgefährdung für die Nachbarschaft entsteht“, so Ulrike Schmidt-Keßler.

Das AMW sei in einem ausgewiesenen Industriegebiet gebaut und auch bei der Genehmigung sei alles rechtmäßig abgelaufen. „Im Umfeld eines Industriegebietes haben Anwohner Belästigungen von Lärm, Staub und Gerüchen in gesetzlich geregeltem Maß hinzunehmen“, so Ulrike Schmidt-Keßler. Die Stadt habe keine Möglichkeit, weitere Maßnahmen zu unternehmen. Der Darstellung der Anwohner, durch den erhöhten Schwerlastverkehr durch das AMW habe sich der Zustand des Straßenbelags der Wittener Straße verschlechtert, widerspricht das städtische Verkehrsressort ebenfalls.