Techno-Festival: Neues Sicherheitskonzept: Wuppertal erwartet Tausende zum Trassenrave

Techno-Festival: Neues Sicherheitskonzept: Wuppertal erwartet Tausende zum Trassenrave

Am Wochenende startet der Trassenrave auf der Nordbahntrasse in Wuppertal. Die Veranstalter haben das Sicherheitskonzept nach den Erfahrungen beim Trassenjam vor zwei Wochen überarbeitet.

Mirke. Am Samstag bringen House- und Techno-Sounds das Gelände rund um den Mirker Bahnhof auf der Nordbahntrasse zum Beben: Der Trassenrave, veranstaltet vom Projekt Utopiastadt, bietet ab 14 Uhr einen sommerlichen Festivaltag mit Auftritten von Szenestarts und lokalen Künstlern. Im letzten Jahr lockte das stadteigene Technofestival bereits rund 2000 Besucher an. Nicht zuletzt dank den überregional bekannten Headlinern Tsepo und Leif Müller dürfte die Resonanz auch in diesem Jahr wieder gut sein.

Da die Partnerveranstaltung für Dub- und Reggae-Musik, der Trassenjam, vor drei Wochen angesichts des unerwarteten Ansturms aus Sicherheitsgründen eine Stunde früher als geplant beendet werden musste, wurde die Planung vom Veranstaltungsteam der Utopiastadt noch einmal unter die Lupe genommen. „Unser Sicherheitskonzept hat gut funktioniert, sonst hätten wir eine so große Veranstaltung gar nicht so problemlos auflösen können“, so Julian Dell, Veranstalter der Open-Air-Festivaltage. Das hätten ihm auch die städtischen Behörden bestätigt. „Wir haben das Sicherheitssystem trotzdem noch einmal überarbeitet: noch mehr Entfluchtungsmöglichkeiten, mehr Platz auf dem Bahnsteig, Notausgänge, die noch besser zu sehen sind, noch mehr Sicherheitspersonal und ein Glasflaschenverbot.“

Problematisch sei vor allem eine Regulierung der Besuchermenge: „Unser Gelände wird von der Nordbahntrasse gekreuzt, ein offizieller Radweg, den wir formal gar nicht sperren dürfen“, erklärt Julian Dell. Um ein frühzeitiges Ende des Trassenraves zu vermeiden, gebe das Team alles, versichert er, trotzdem gehe bei ihnen Sicherheit immer vor. „Wenn nochmals deutlich mehr Menschen an dem Event teilhaben wollen als geplant, muss ein Abbruch eine Option bleiben“, betont Dell. „Die Alternative wäre, diesen feinen Tag komplett ausfallen zu lassen — aber das will ja auch niemand.“ Bei aller gespannten Erwartungshaltung freut sich Julian Dell auf die Veranstaltung. „Jeder kann das ehrenamtliche Team unterstützen, indem er etwas zu einer entspannten Atmosphäre beiträgt“, lautet sein Appell an die Besucher.

Der Eintritt zum Festival ist kostenfrei, freiwillig können jedoch auf dem Gelände oder im Vorfeld über wuppertal-live.de für fünf Euro Unterstützertickets gebucht werden. Die traditionelle After-Show-Party findet dieses Jahr im U-Club statt.

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