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Neue Mehrzweckhalle für den BHC steht nicht in Wuppertal

Ersatzbau : Neue Mehrzweckhalle für den BHC soll nicht in Wuppertal stehen

Der Ersatzbau für die sanierungsbedürftige Klingenhalle soll nicht in Wuppertal stehen. Das haben die Oberbürgermeister aus Solingen und Wuppertal gemeinsam bekannt gegeben.

Großer Aufschlag im Haus Müngsten am Mittwochmorgen. Die Oberbürgermeister von Wuppertal und Solingen, Uwe Schneidewind und Tim Kurzbach, stellten zusammen mit Jörg Föste und Philipp Tychy vom Handball-Bundesligisten Bergischer HC die gemeinsamen Vorstellungen für eine Mehrzweckhalle im Bergischen Land vor, die dann auch dem BHC als Heimspielstätte dienen soll. Die ließ sich demnach am schnellsten in Solingen als Ersatzbau für die sanierungsbedürftige und nicht mehr zeitgemäße Klingenhalle realisieren, zumal es sich dort um ein städtisches Grundstück handelt.

Die Wuppertaler Überlegungen für eine Halle im Wicküler Park auf dem Gelände der Clees-Gruppe werden dagegen vorerst ad acta gelegt. „Wir schauen erst einmal nach Solingen“, sagte Uwe Schneidewind. Das Projekt könne ein Modell für die neue Kommunikationskultur im Bergischen sein, die Kräfte in der Region zu bündeln und damit bundesweit und auch international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Oberste Prämisse der Gespräche sei gewesen, für den Bergischen HC als sportlich herausragenden Repräsentanten der Bergischen Region eine verlässliche Lösung zu finden. „Man kann davon ausgehen, dass es sonst in absehbarer Zeit keinen Spitzenhandball in der Region mehr geben könnte“, so Tim Kurzbach.

Das Haus Müngsten war für die Pressekonferenz bewusst als Ort gewählt worden, weil der BHC hier 2014 erstmals seine eigenen Expertisen für eine Mehrzweckhalle im Bergischen Land vorgestellt hatte.

Am Nachmittag wird Uwe Schneidewind in einer Sondersitzung des Hauptausschusses dazu Stellung nehmen, warum die Politik in Wuppertal in den Entscheidungsprozess bisher nicht eingebunden wurde. In Solingen sollen die Pläne für den Neubau der Klingenhalle, nach Auswertung des vorliegenden Gutachtens, noch in diesem Jahr in die politischen Gremien gehen, um einen Grundsatzbeschluss zu fassen. 2022 solle dann für die Aufstellung eines Bebauungsplans genutzt werden, 2023 nannte Kurzbach als Ziel für einen Baubeginn.