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Mittelalter-Bands lassen das Feuer lodern

Mittelalter-Bands lassen das Feuer lodern

Rund 1500 Besucher feiern auf der Waldbühne ein rockiges Mittelalter-Festival mit Szenebands wie Tanzwut, Feuerschwanz oder Mono Inc..

Wuppertal. Als Wuppertal am Samstag zum Feuertal wurde, strömten wieder zahlreiche Besucher auf die Hardt. Sie wollten das Mittelalter hochleben lassen: mit hochkarätigen Band aus der Szene, wie Lords of the lost und Mono Inc. sowie einem kleinen Markt, auf dem die Gäste typisch mittelalterliche Waren und Speisen vorfanden. Bereits zum zweiten Mal gab es eine Chill-out-Area und auch eine zweite Bühne. Dort unterhielt Albi von Fiddlers Green sein Publikum während der Umbaupausen.

Sechs Bands spielten am Samstag auf der Waldbühne: Dunkelschön, Lord Of The Lost, Tanzwut, Feuerschwanz, Korpiklaani sowie der Headliner Mono Inc. Fantasievolle Gewänder sah der Besucher nicht nur bei den Musikern. Obwohl der Hauptteil der Gäste die Farbe Schwarz bevorzugte, waren auch offensichtlich vom Mittelalter inspirierte Kleidungsstile bei den freudig vor der Bühne feiernden Fans zu sehen. Das macht unter anderem den besonderen Charme des Festivals aus. „Ich mag die Stimmung, die Leute, die ganze Atmosphäre, das ist jedes Jahr unvergesslich“, sagte Besucher Florian Grümer. Mit einem Mix aus traditionellen und modernen Instrumenten begeisterten die Musiker von Dunkelschön das Publikum.

Härter präsentierten sich Lord Of The Lost, die unter dem Motto „Into The Fire“ die Bühne des Feuertals rockten. Die agilen Berliner Spielleute von Tanzwut überzeugten durch neue und traditionelle Stücke wie den „vertonten Zauberspruch aus Merseburger Landen“ und das mittelalterlich interpretierte Cover des Ärzte-Stücks „Bitte, Bitte“. Die Programm kam bei den Gästen gut an. Auch bei Wuppertalerin Gesa Ferl: „Ich finde es prima, dass so viele gute Bands nah vor Ort sind. Ich bin sehr gespannt auf Mono Inc.“

Bevor dieser auf die Bühne treten sollte, sorgte die Spielmannstruppe Feuerschwanz für Stimmung. Der kernige Hauptmann, der attraktive Prinz Hodenherz und der Rest des „geilen Haufens“ gaben nach mittelalterlicher Tradition derbe Späße zum Besten und integrierten ein gut unterhaltenes Publikum in ihre Show.

Im Anschluss kündigte Moderator Eric Fish eine der ungewöhnlichsten Bands des Tages mit den Worten an: „Wer hat Bock auf Metal, wer hat Bock auf Volksmusik? Korpiklaani geben euch beides!“ Korpiklaani verbanden finnische Volksweisen mit metallischen Klängen. Die energiegeladene Performance mit Akkordeon, Geige und harten Gitarrenriffs fungierte wohl als Regenzauber.

Die Besucher sahen es gelassen. Sie tanzten auch noch bei strömendem Regen und feierten ausgelassen den Feiertal-Headliner Mono Inc., der neben alten und neuen Stücken auch seinen großen Hit „Kein Weg zu weit“ spielte.