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Mit Hornknöpfen aus Wuppertal zum weltweiten Erfolg

Gewinnspiel: Blick vom gaskessel : Mit Hornknöpfen zum Erfolg

In der jüngsten Folge unseres Bilderrätsels „Blick vom Gaskessel“ war nach der PSW-Knopffabrik an der Alarichstraße gefragt. In der neuen Runde geht es um ein modernes Gebäude.

Kompliment: Fast alle Mitspieler der jüngsten Folge unseres Bilderrätsels lagen richtig. Auf dem Foto ist die Knopffabrik der Union Meanswear GmbH in der Barmer Alarichstraße (ehemals Pfenning Schumacher-Werke/PSW) zu erkennen, in der schon seit 1907 Knöpfe hergestellt werden.

Mit unserem heutigen Suchbild blicken wir auf die jüngere Stadtgeschichte. Was befindet sich in dem kubusförmigen, metallen glänzenden Gebäude in der Mitte des Fotos? Senden Sie uns ihre Anwort bis Sonntag, 28. Juni, 12 Uhr, per E-Mail an redaktion.wuppertal@wz.de, Stichwort Blick vom Gaskessel. Sie haben wie immer die Chance auf einmal zwei Freikarten, die wir verschenken.

Das fast schlossähnliche Gebäude an der Alarichstraße ist bis heute Ausdruck dessen, dass Wuppertal einst ein bedeutender Standort der Knopfindustrie war. Schon 1830 wurden in Barmen Knöpfe hergestellt, um 1875 hatte der Gewerbezweig dort 1200 Beschäftigte. Die PSW-Knopffabrik wurde ab 1905 von der 1874 gegründete Knopffabrik Pfenning errichtet. Damals schloss man sich mit der Maschinenfabrik Schumacher zusammen, die Stanz- und Prägemaschinen für die Knopfproduktion herstellte. Der dreigeschossige Bau entstand in moderner Stahlbetonbauweise, die Fabrikationsräume mit großer Spannweite ermöglichte. Backsteinverkleidung und Fassadengliederung sollten dennoch an traditionelle Bauformen erinnern - typisch für den Historismus. Die auf Kunststoffknöpfe spezialisierte Firma entwickelte aus Harnstoffharz und echtem Horn Büffelhorn-Knöpfe als Imitate, hatte vor dem 2. Weltkrieg rund 600 Beschäftigte. 1971 wurden das Werk von der weltweit agierenden Union Knopf GmbH übernommen, stellte sich 2018 laut einer Branchenzeitschrift als Union Knopf Menswear GmbH neu auf. „Mit 73 Mitarbeitern am Standort Wuppertal will sich das Unternehmen nun auf die modische Kollektionserstellung, den Vertrieb in die europäischen Märkte und auf die Produktion der eigenen Vormaterialien PSW-Horn und Durohorn, konzentrieren“, hieß es damals.

Als „Knopffabrik PSW“ ist das Gebäude die 13. Station der Route 13 „Sedansberg“ der stadt- und industriegeschichtlichen Rundgänge, die unter dem Titel „Fäden, Farben, Wasser, Dampf“ unter Mitwirkung des Historischen Zentrums und des Bergischen Geschichtsvereins erarbeitet wurden. gh

(gh)