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Wuppertal-Rätsel: Von den drei Schornsteinen zu drei bekannten Türmen

Gewinnspiel Blick vom Gaskessel : Von den drei Schornsteinen zu drei bekannten Türmen

Zuletzt war das Heizkraftwerk Barmen bei unserem Gewinnspiel „Blick vom Gaskessel“ besucht.

Das Heizkraftwerk Barmen war in unserer jüngsten Ausgabe des Bilderrätsels „Blick vom Gaskessel“ gesucht. Natürlich haben das unsere Leser erkannt, liegt es doch mit seinen drei Schornsteinen nicht weit vom Alten Markt recht zentral in Barmen. Für unsere heutige Rätselfrage geht die Aussicht weiter in die Ferne Richtung Westen. Auf unserem Suchbild sind drei Aussichtstürme zu erkennen, zwei recht nahe und auf dem gleichen Höhenzug, einer - zart dazwischen zu erkennen - auf einer Anhöhe dahinter. Bitte nennen Sie uns die Namen der drei Türme. Unter den Einsendern mit der richtigen Anwort verschenken wir wie immer zwei Eintrittskarten für den Skywalk und die Lichtshow im Gaskessel (siehe Infokasten).
Zurück zu den drei Schornsteinen des Heizkraftwerks Barmen. Sie sind wesentlich niedriger als ihr berühmter Vorgänger, der 2011 abgebrochen wurde, weil er seit der Inbetriebnahme einer neuen modernen Gas-Dampfturbinenanlage, in die die Stadtwerke bis 2008 rund 57 Millionen Euro investiert haben, nicht mehr gebraucht wurde und drohte, baufällig zu werden. Dieser steinerne Riese war mit seinen 137 Metern bei seiner Errichtung im Jahr 1925 der höchste in Europa. Überragt wurde er in Wuppertal später nur vom fast 200 Meter hohen Schlot des Heizkraftwerkes Elberfeld, der noch steht, auch wenn das dortige Heizkraftwerk seit 2018 nicht mehr im Betrieb ist.

Die Anlage in Barmen wird laut den Stadtwerken flexibel entsprechend der Anforderungen der Fernwärme und des Strommarktes eingesetzt. Dabei erreicht das Kraftwerk eine elektrische Spitzenleistung von 85,5 Megawatt und kann bis zu gleichzeitig 112 Megawatt Wärme erzeugen. Die Gasturbinen liefern zunächst Strom, ihre heißen Abgase werden auf je einen Kessel geleitet, in dem Dampf erzeugt wird. Dieser Dampf treibt eine nachgeschaltete Dampfturbine an, die ebenfalls Strom liefert und in der dazu noch Dampf zur Versorgung der Fernwärme ausgekoppelt wird. Durch die Aufteilung der Leistung auf zwei Gasturbinen stelle sich auch bei Teillast (Betrieb mit einer Gasturbine mit hoher Last) ein guter Wirkungsgrad ein, so die WSW. Die Fernwärmeproduktion wird durch einen zusätzlichen Dampfkessel abgesichert, der sowohl Bedarfsspitzen ausgleichen kann, als auch bei Stillstand der Anlage die Wärmeversorgung übernehmen kann.

Gebaut wurde das Kraftwerk übrigens 1893 zur Versorgung der Barmer Bergbahn und wurde damals noch mit Kohle befeuert. 1901 ging es in städtische Regie über und wurde 1925 zum Heizkraftwerk umgebaut.