Grüne: Keine gemeinsame OB-Kandidatensuche mit der FDP in Wuppertal

Wahl 2020 : Grüne: Keine gemeinsame OB-Kandidatensuche mit der FDP

Marc Schulz stellt klar: Konsens habe nur mit der CDU bestanden.

Die Suche nach einem OB-Kandidaten für die Wahl im kommenden Jahr sorgt weiter für Diskussionen. In den Sozialen Medien haben die Grünen der Darstellung der CDU widersprochen, wonach CDU, Grüne und FDP eine gemeinsame Kandidaten oder einen gemeinsamen Kandidaten suchen. Die Kooperation von CDU und Grünen sei bereits im November des vergangenen Jahres festgemacht worden. „Für die von der CDU medial in den letzten Tagen immer wieder behauptete (und von ihrer Kreisversammlung offenbar beschlossene) gemeinsame Suche von CDU, Grünen und FDP hingegen gibt es jedenfalls von unserer Seite keine Beschlussgrundlage“, schreibt Marc Schulz auf Facebook.

Es habe sehr wohl auf Wunsch der CDU Gespräche mit der FDP gegeben, „ob eine gemeinsame Kandidatur möglich wäre, jedoch bislang keine Verständigung“, so der Fraktionsvorsitzende weiter. „Außerdem müsste es zumindest auf unserer Seite für eine solche Erweiterung auch eine entsprechende Zustimmung unserer Mitgliedschaft geben, worauf wir in den Gesprächen auch wiederholt aufmerksam gemacht haben.“ Die Gespräche hätten dafür allerdings bislang keine ausreichende inhaltliche Basis ergeben und „solange es die nicht gibt, gibt es auch keine Grundlage für eine gemeinsame Kandidaten-Suche von CDU, Grünen UND FDP“, stellt Schulz klar.

Ein möglicher gemeinsamer Kandidat mit der CDU wäre aus Sicht der Grünen Uwe Schneidewind gewesen. Doch die CDU hatte sich auf dem Kreisparteitag gegen den Leiter des Wuppertal Instituts ausgesprochen. Stattdessen war der Name von Barbara Reul-Nocke, Dezernentin in Remscheid und Ehefrau von CDU-Parteichef Matthias Nocke, als mögliche Kandidatin durchgesickert. „Durch eine Indiskretion“, wie die CDU erklärte. Das habe die Kandidatensuche erschwert, weshalb die Partei in einem Schreiben an ihre Mitglieder ankündigte, auch diese in den Prozess einbinden zu wollen.

Die Junge Union hatte sich derweil schon klar positioniert — für Schneidewind. „Wir sind überzeugt, dass Prof. Schneidewind für Wuppertal ein Gewinn wäre, ist er doch ein Visionär, Quer- und Vordenker, ein geschätzter Berater, Gesprächspartner und anerkannter Wissenschaftler.“ Man sei sich sicher, dass Schneidewind besonders junge Wähler überzeugen könne, hieß es in einem offenen Brief. Eine klares „Nein“ gab es dagegen für die Personalie Reul-Nocke. Sogar von Vetternwirtschaft war die Rede. est

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