Bezirksliga: Diesmal reicht Vohwinkel auch die Nachspielzeit nicht

Fußball-Bezirksliga : Diesmal reicht dem FSV Vohwinkel auch die Nachspielzeit nicht

Füchse verlieren Boden auf das Spitzenduo. TSV Ronsdorf klettert auf Rang vier.

Heisinger SV - TSV Ronsdorf 1:2 (1:1). Nach schwachem Saisonauftakt konnte sich der Heisinger SV in den letzten Partien wieder fangen und fuhr aus fünf Spielen zehn Punkte ein - ebenso wie der bisherige Tabellenfünfte TSV Ronsdorf. In Essen unterstrichen die Zebras ihre Ambitionen, kletterten auf Rang vier und behielten mit 2:1 (1:1) die Oberhand. TSV-Trainer Denis Levering war insgesamt mit dem Auftritt zufrieden: „Wir haben die Partie auswärts komplett bestimmt. Allein die Torausbeute hätte höher ausfallen müssen.“ Letztlich entschieden zwei Strafstoßtore von Robin Rehmes trotz eines überwältigenden Chancenplus’ die Begegnung zugunsten der Zebras. Prosper Malua-Kikangila besaß im Angriffszentrum einige Halbchancen gegen die tief stehenden Essener, ebenso Rodrigue Deadwood, der nach einem feinen Pass von Leon Brieda in der 30. Minute vom Schlussmann der Gastgeber gefoult wurde. Rehmes verwandelte den fälligen Strafstoß, ehe Philipp Reichardt bei einem der wenigen Vorstoße ein Ronsdorfer Missverständnis im Abwehrverbund ausnutzte. Als Julian Zeidler nach einigen Fehlversuchen von Deadwood glänzend bedient worden war und Keeper Julian Robert erneut die Notbremse zog, blieb Rehmes aus beim zweiten Elfer nervenstark.

DV Solingen - FSV Vohwinkel 4:1 (1:0). Nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen fand sich DV Solingen auf dem elften Tabellenplatz wieder. Gegen den FSV Vohwinkel packten die Gastgeber aber alte Tugenden aus und wiesen die Füchse mit 4:1 (1:0) deutlich in die Schranken. Die Klingenstädter agierten wesentlich entschlossener, griffiger und wesentlich schneller im Umschaltprozess und besiegten den Tabellendritten auch in dieser Höhe verdient. „Wir haben lange nicht so kompakt gespielt wie unser Gegner. Der Wille war entscheidend für den Ausgang des Spiels. Da waren uns die Solinger weit voraus“, analysierte FSV-Coach Günter Abel knapp. Vor dem kuriosen 1:0 knallte FSV-Keeper Marcel Röhr Adem Cakat das Spielgerät an den Rücken. Der drehte sich und netzte freistehend ein. Das Chancenplus der Füchse in einem im ersten Durchgang sehr ansehnlichen Spiel münzte Eliot Cakolli dann in der 50. Minute zum 1:1 um. Danach waren die Hausherren einfach konsequenter im Ausnutzen der Fehler. Zunächst konterte Hayrullah Alici nur eine Miute später mit dem 2:1. Habip Daff (71.) und Orkun Bal (87.) nahmen die Gastgeschenke der Vohwinkler dankbar an und krönten eine offensiv starke Vorstellung mit dem 4:1.

SSV Bergisch-Born - ASV Wuppertal 5:1 (2:0). Während der ASV Wuppertal nach zuvor drei Niederlagen am letzten Wochenende ein Remis geholt hatte, befanden sich Gastgeber SSV Bergisch Born nach zehn Punkten aus den letzten vier Begegnungen im Aufwind und kletterten nach dem neuerlichen Erfolg auf den sechsten Tabellenplatz. Auch gegen die Wuppertaler hielten sie sich schadlos und fuhren einen klaren 5:1 (2:0)-Sieg gegen unaufmerksame Gäste ein. Die starteten gar nicht schlecht, besaßen durch Yannick Hünninghaus sogar die erste klare Chance des Spiels (6.), leisteten sich in der Folgezeit aber zu viele Stellungsfehler. Auch nach dem 0:1 durch Vincenzo Grazziano eine Minute danach spielte der ASV weiter mutig nach vorn. Alvaro Salazaku verpasste knapp und musste den nächsten Fehler in der Abwehr mitansehen, der in der 26. Minute das 0:2 bedeutete. Motiviert kam die Elf von Fabrice Makiadi aus der Pause und kassierte durch den zweiten Treffer von Francesco Leonardo di Donato das 0:3 (46.). Salazakus Anschlusstreffer (56.) sorgte nur kurzzeitig für Hoffnung. Di Donato (65.) und Carmelo Salpetro (87.) demütigten den ASV beim 5:1 noch deutlicher.

Dabringhauser TV – SSV Germania 4:3 (2:2). Der SSV Germania verliert in einem niveauarmen Spiel in Dabringhausen knapp. Obwohl am Ende sieben Tore fielen, bescheinigte Germanias sportlicher Leiter Dirk Müller dem Spiel maximal Kreisliga A-Niveau. „Das ist sehr ärgerlich für uns, weil wir uns mit einem Sieg, der bei vernünftiger Leistung sicherlich möglich gewesen wäre, weiter hätten absetzen können“, sagt Müller. Stattdessen beträgt der Abstand auf die Abstiegszone nur noch fünf statt möglicher neun Punkte. Umso ärgerlicher ist das, weil die Wuppertaler mit 1:0 und 3:2 geführt haben. Die ersten beiden Treffer Germanias zum 1:0 und 2:2 waren Eigentore des DTV, das zwischenzeitliche 3:2 erzielte Mario Filai (50.). Nach einer Stunde traf Jonas Kühl ins eigene Tor - das 3:3 für Dabringhausen. Christian Mendy erzielte den Siegtreffer für die Wermelskirchener.

(ryz/lars)
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