Spieltagsgeflüster: Lange Bälle als Rezept und drei Eigentore in einem Spiel

Amateurfußball : Lange Bälle als Rezept und drei Eigentore in einem Spiel

Serien von SV Bayer und Vohwinkel reißen.

„Sensibel damit umgehen und in den Spielbericht eintragen“, lautet die Anweisung an die Kreisschiedsrichter in Bezug auf möglichen salutierenden Jubel türkischer Spieler, der in der vergangenen Woche Schlagzeilen gemacht hatte. „Eine direkte Bestrafung am Platz ist nicht vorgesehen“, sagt Simon von Balen, Schiedsrichteransetzer im Kreis. Er hatte am Sonntagabend keine Kenntnis von derartigen Vorfällen, aber die Spielberichte auch noch nicht durchgesehen.

Der TSV Ronsdorf setzte seine Siegesserie in der Bezirksliga fort und schob sich durch einen 2:1-Sieg beim Heisinger SV auf den vierten Tabellenplatz. Dabei feierte Prosper Malua-Kikangila, der vor Saisonbeginn aus der zweiten Mannschaft in den Kader der Ersten aufgerückt war, sein Startelfdebüt als Mittelstürmer. Eine andere Serie riss dagegen: der FSV Vohwinkel konnte den Rückstand dieses Mal nicht mehr aufholen und stand beim 1:4 bei DV Solingen vor 300 Zuschauern längst nicht so kompakt wie in den Spielen zuvor. Noch ärger erwischte es den ASV beim 1:5 in Bergisch-Born. Das Rezept der Gastgeber, mit langen, hohen Bällen über die Abwehr zum Erfolg zu kommen, zahlte sich aus. SSV-Keeper Fabio Rizza, in der vergangenen Saison noch in Diensten des ASV, bediente beim 5:1 mit einem langen Abschlag seinen Stümer.

Kurios, was sich beim Bezirksligaduell zwischen dem Dabringhauser TV und dem SSV Germania abspielte. Beim 4:3-Sieg der Wermelskirchener trafen drei Spieler ins eigene Tor. Zweimal profitierten die Wuppertaler, einmal Dabringhausen.

13 von möglichen 15 Punkten hat der SSV Sudberg zuletzt gesammelt und ist die Mannschaft der Stunde in der Kreisliga A, zumal der bisherige Spitzenreiter SV Bayer gegen den SV Heckinghausen mit 0:3 verlor. Auch im kleinen Derby gegen den TSV Ronsdorf II (2:1), passte vieles zusammen. Den einzigen Ronsdorfer Treffer in der Nachspielzeit erzielte mit Niklas Huber einer, der in Österreich studiert und aktuell nur zum Heimaturlaub in Wuppertal ist. Hiobsbotschaft war für Sudberg die Verletzung von Torhüter Martin Klaffslberger, der nach 70 Minuten ’raus musste und durch einen Feldspieler ersetzt wurde. red

(ryz/mkp/gh/lars)
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