Der Feierabendmarkt belebt den Stadtteil

Der Feierabendmarkt belebt den Stadtteil

Der Bürgerverein „Wir in Wichlinghausen“ richtet einmal im Monat einen Markt aus. Bei der Premiere wurde er bestens angenommen.

Wichlinghausen. Feta, Flammkuchen und dazu ein Glas Rotwein, da lässt es sich gemütlich miteinander lachen. Und Neuigkeiten austauschen kann man auch. Zum mediterranen Flair fehlten nur noch die anheimelnden Temperaturen, als der Bürgerverein „Wir in Wichlinghausen“ (WiW) in der vergangenen Woche zum gemütlichen Feierabendmarkt auf den Wichlinghauser Markt eingeladen hatte — eine Wiederholung der Premiere vom ersten Septemberwochenende des vorigen Jahres.

Damals war der von der Bürgervereinsvorsitzenden Kornelia Lüken initiierte Feierabendmarkt bei sommerlicher Wärme ein rauschender Erfolg geworden. „Das war so toll, dass wir auch heute gekommen sind“, erzählten Leonie und Dirk Zimmermann. Sie ließen sich die Spezialitäten mit Freunden bestens gestimmt schmecken, während nebenan auch die von den WiW-Damen gebackenen Waffeln nebst Kaffee reißenden Absatz fanden.

Der vergangene Donnerstag hatte schon vielversprechend begonnen, als nämlich morgens um sieben Uhr die WiW-Aktiven bunte Ostereier aus der Region verteilten und Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch an den üblichen Donnerstags-Wochenmarktständen verkauft wurden. „Einige der Standinhaber sind auch bis zum Beginn des Feierabendmarktes um 16 Uhr geblieben und können sich bestimmt im Laufe des Nachmittags und Abends über mangelnde Kundschaft nicht beklagen“, sagte Kornelia Lüken. Sie freute sich darüber, dass die Wichlinghauser und ihre Gäste den Feierabendmarkt unter der riesigen, aber noch kahlen Platane so gut annehmen.

Kornelia Lütken, Bürgerverein „Wir in Wichlinghausen“

Hungern und Dürsten musste niemand auf dem kleinen Gelände im Herzen des Stadtteils. Dafür sorgten unter anderem ein Bierstand des griechischen Gastronomen am Markt, ein Hähnchengrill und ein Metzger, der für die Liebhaber des Besonderen auch Pferdefleisch bereithielt. „Der Metzger kommt aus Solingen. Bisher konnte sich noch kein Wuppertaler Kollege dazu entschließen, hier mitzumachen“, erklärte Kornelia Lüken. Ebenfalls vor Ort war ein Verkaufswagen mit unterschiedlichen Fisch- und Salatsorten.

„Die guten Einkaufsmöglichkeiten sind ein Zweck“, so Bezirksbürgermeisterin Christel Simon (CDU), die die gute Sache natürlich gern durch ihre Anwesenheit unterstützte. „Ebenso wichtig ist, dass die Menschen in Wichlinghausen sich hier mal in entspannter Atmosphäre treffen und miteinander reden können. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Es ist wichtig, dass solche öffentlichen Plätze von den Bürgern wahrgenommen und offensiv zu solchen Aktionen genutzt werden“, sagte Simon und erhielt dafür Zustimmung von Kornelia Lütken.

Der Wichlinghauser Markt hat bei näherem Hinsehen noch einiges zu bieten. So den von Bernd Hellwig gestifteten und von dem Wuppertaler Künstler Hans-Jürgen Hiby geschaffenen Brunnen — „Schöpfen und Schützen“ sein Motto — und ein vom Bürgerverein WiW gepflanztes Hoch- und Luftbeet, auf dem Gewürze wie Thymian, Oregano, Lavendel und Rosmarin gedeihen. Bis etwas 20 Uhr saßen die Menschen fröhlich beisammen, ehe es am Abend dann doch kühl wurde und man heiter beschwingt den Heimweg antrat. „Das war ein voller Erfolg“, lautete die allgemeine Meinung der Gäste des zweiten Wichlinghauser Feierabendmarktes.

Mehr von Westdeutsche Zeitung