Akzenta modernisiert seine Filiale in Wuppertal-Barmen

Handel und Gastronomie : Akzenta modernisiert Barmer Filiale

Im Zuge des Umbaus bis ins Jahr 2020 soll vor den Kassen ein Restaurant entstehen. Bei den Bürgervereinen kommt das gut an.

Der Akzenta-Markt in Barmen befindet sich aktuell im Umbau. „Unsere Räume werden heller, freundlicher und großzügiger“, heißt es vom Unternehmen. Geplant seien ein Restaurant mit mehr als 100 Sitzplätzen, eine Sushi-Theke und eine kleine Verkostungs-Weinbar in der Vinothek. Dachfenster sollen viel Tageslicht hereinlassen und sind Bestandteil der neuen, modernen Marktarchitektur von Akzenta. Der Verkauf läuft neben dem Umbau weiter. „Auf diese Weise möchten wir unseren Markt Schritt für Schritt verschönern und modernisieren, ohne dass es für unsere Kunden zu größeren Beeinträchtigungen kommt“, sagt Akzenta. Der Umbau soll daher noch über das Jahr 2020 hinaus andauern. Wie viel Geld in den Umbau investiert wird, will das Unternehmen auf WZ-Anfrage nicht sagen.

Der Bürger- und Bezirksverein Barmen-Mitte befürwortet die Aufwertung des Markts. „Wir freuen uns, dass nun auch im Barmer Akzenta der vorhandene Gastronomiebereich zeitgemäß modernisiert und erweitert wird“, sagt Benjamin Moche, Vorstandsvorsitzender. Nach dem Umbau des Elberfelder Markts sei die überfällige Erneuerung wichtig. „Wertige Gastronomie und Speisenauswahl jenseits von Döner, Burger und Pommes sind gut für Barmen“, erklärt Moche. Der Bürgerverein wünscht sich aber auch eine verstärkte Ansiedlung von Restaurants in der Fußgängerzone am Werth.

Einkauf und Gastronomie
werden häufig gekoppelt

Lothar Bergelt, Vorstandsvorsitzender des Rotter Bürgervereins, bemängelt, dass es keinen Nahversorger mehr auf dem Rott gibt. Schon vor fünf Jahren habe er versucht, Interessenten für die Leerstände zu werben. „Die Ladenflächen sind zu klein und die Anfahrtsmöglichkeiten zu schlecht“, sagt er. Daher würde sich kaum ein Anbieter auf dem Rott ansiedeln wollen. Viele Rotter würden daher den Akzenta nutzen oder mit dem Bus bis zum Aldi nach Heckinghausen fahren. Dies sei vor allem die Lösung für Anwohner ohne Auto, da die Haltestellen nicht weit entfernt liegen. Dass die Schwebebahn nicht fährt, sei ein zusätzliches Problem. Gerade ältere Menschen würden mit dem Taxi vom Einkaufen nach Hause fahren oder den Bringdienst in Anspruch nehmen. „Ich persönlich finde den Umbau gut. Ich gehe davon aus, dass einige Rotter das Restaurant im Akzenta auch nutzen werden“, sagt Bergelt. Er habe schon ganze Gruppen gesehen, die sich zum Mittagessen treffen. Für den Rott würde er sich einen kleinen Nahversorger wünschen, der ein überschaubares Angebot an Obst und Gemüse bietet und auf Massenabpackungen verzichtet. Das würde vor allem viele ältere Menschen ansprechen.

Marco Trienes von der Wirtschaftsförderung Wuppertal erklärt, dass zusätzliche Angebote im Vorkassenbereich mittlerweile üblich seien. „Die Kopplung von Lebensmitteleinkauf und Gastronomie liegt im Trend“, sagt er. Gerade, wenn es im Umfeld viele Mitarbeiter von Unternehmen gebe, biete sich ein Mittagstisch an. Ein Trend sei es auch, weniger zu Hause zu kochen, sondern mehr auswärts essen zu gehen. „Gastronomie neben Einkaufsmöglichkeiten trifft den Zeitgeist der Kunden“, erklärt er. In der Vergangenheit lagen solche Bereiche oft im Keller, heute würden sie exponierter liegen. Auch die Qualität der Waren sei besser geworden. Eine Weinverköstigung beispielsweise sei ein Ereignis, das Kunden lockt.

Auch würde die Innenstadt von Barmen durchaus noch mehr Potenzial zeigen. „Barmen hat gute städtebauliche Voraussetzungen“, sagt Trienes. Die anliegenden Cafés seien ideal für Außengastronomie. Diese liege mittlerweile ganzjährig im Trend, da mithilfe von Heizpilzen auch kalten Temperaturen getrotzt werden könne. „Solche außengastronomischen Konzepte sind wichtig für die Stadtentwicklung“, so Trienes.