Abeler zieht ins Elberfelder Rathaus

Abeler zieht ins Elberfelder Rathaus

Im August will der Juwelier einen neuen Laden eröffnen. 2017 schloss der alte in der City.

Zentrum. Henrick Abeler geht wieder unter die Geschäftstreibenden. Im August soll sein neuer Laden im Verwaltungsgebäude Elberfeld eröffnen. Aktuell wird das große Ladenlokal an der Ecke Friedrichstraße / Ecke Willy-Brandt-Platz umgebaut. Für diesen Sonntag hat er Freunde und Kunden zu einer ersten Führung über die Baustelle eingeladen.

Das mehr als 178 Jahre bestehende Uhrengeschäft der Familie war erst im September vergangenen Jahres geschlossen worden. Schon damals hatten Henrick und Nadja Abeler erklärt, dass das Geschäftsmodell, ein „Juwelier- und Uhrenfachgeschäft für alle Wuppertaler“ zu sein, „ohne Hemmschwelle“, von „preiswert bis ganz hochwertig“, nicht mehr zukunftsfähig sei.

Jetzt will Abeler etwas Neues in der gleichen Branche anbieten. „Wir hatten den Ruf, ein Uhren- und Schmuckkaufhaus zu sein“, sagt Abeler. Jetzt wolle er eben Juwelier sein. Das neue Geschäft soll hochwertig sein. „Den Trendbereich wird es bei uns nicht mehr geben“, sagt Abeler. Stattdessen sollen etwa Brillant- und Trauringe, hochwertige Uhren und Schmuck im Angebot sein.

Den Mitarbeitern des alten Betriebes wurde zum Ende des vergangenen Jahres gekündigt. Jetzt baut Abeler ein neues Team auf, das etwa sechs, sieben Personen beinhalten soll. Frühere Angestellte seien nicht darunter, sagt Abeler. Er habe aber „mit Freude“ gesehen, dass fast alle andere Jobs gefunden hätten.

Den alten Standort an der Poststraße wiederzubeleben sei für ihn nicht in Frage gekommen, sagt Abeler. Damit habe er abgeschlossen. Auch werde der umgebaut für einen neuen Mieter — er sei gerade in Verhandlungen. Aber für sein neues Geschäftsmodell sei die Poststraße auch nicht die richtige Umgebung. „Das ist eine Hochfrequenzlage“, das habe aber nicht zwingend mit hoher Qualität zu tun, sagt er.

Marcus Hüttermann, Mitinitiator der ISG Poststraße, sagt, er wünsche sich einen hochwertigen Mieter an der Poststraße. Er ist sich sicher, dass aber auch Schmuckläden zurückkehren werden.

Abeler versichert, die Gründung des neuen Geschäfts sei nicht von langer Hand geplant gewesen. Die Idee zum einen sei nach dem Ende des anderen gewachsen.

Die Stadt dürfte sich freuen. Michael Neumann vom Gebäudemanagement jedenfalls sagt, dass auch für die restlichen Leerstände im Verwaltungsgebäude hochwertigere Mieter gesucht werden.

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