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Polizeipräsenz wirkt sich aus

Polizeipräsenz wirkt sich aus

Zahl der Straftaten ist deutlich gesunken. In Sprockhövel gibt es besonders bei der Straßenkriminalität einen Rückgang.

Sprockhövel. Vor allem nachts und in zivil waren sie im vergangenen Jahr in Sprockhövel unterwegs, die Einsatztrupps Kriminalität. Präsenzkonzept heißt das im Beamtendeutsch, und es hat sich nach Ansicht der Polizei ausgezahlt.

„Wir hatten einige Festnahmen, das hat sich schnell ’rumgesprochen und offenbar abgeschreckt“, erklärten Helmut Seelig und Klaus Weber von der Kreispolizei gestern bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik. Brennpunkte habe es in der Stadt dabei nicht gegeben. „Wir waren stadtweit im Einsatz.“

Kreisweit ging die Zahl der Straftaten von 13 710 um 9,46 Prozent auf 12 413 zurück, doch Sprockhövel schnitt im Vergleich besonders gut ab: 952 Straftaten insgesamt (minus 16,8 Prozent), davon 297 Straftaten (minus 26,67 Prozent) auf der Straße wie etwa Raubüberfälle. Etwas gesteigert werden konnte die Aufklärungsquote von 55,10 auf 55,37 Prozent.

„Der Kreis ist noch sicherer geworden“, lobte Landrat Arnim Brux angesichts der Zahlen. Für das Sicherheitsempfinden der Bürger sind unter anderem die Einbruchszahlen wichtig. Die sanken in Sprockhövel deutlich. 105 waren es in 2010 — 81 und damit 43 Prozent weniger noch als im Vorjahr. Auch wenn der kreisweite Rückgang nicht ganz so eindrucksvoll war, lag der EN-Kreis noch deutlich unter dem Landestrend. In NRW stieg die Zahl der Einbrüche sogar um 8,9 Prozent.

Ansatzpunkte für die Kreispolizei, sich zu verbessern, gibt es aber noch genug. Landrat Brux will die guten Zahlen nicht als Ausrede gelten lassen, jetzt einen Gang zurückzuschalten. „Der Einsatz von Jugendstraßenpolizisten etwa hat sich bewährt und soll weiter geführt werden“, sagte Brux. Diese Beamten werden unter anderem auf dem Sprockhöveler Stadtfest im September zum Einsatz kommen.

Generell sei gerade bei größeren Veranstaltungen ebenfalls der Trend von sinkenden Zahlen bei Straftaten zu erkennen. Intensiviert werden soll die Zusammenarbeit mit den lokalen Ordnungsbehörden in Form von Ordnungspartnerschaften.

Eine der wenigen Negativpunkte in der Statistik: Die Zahl der Taschendiebstähle im Kreis stieg um 47 auf 168 — daran beteiligt unter anderem Banden aus dem bundesweit in die Schlagzeilen geratenen Dortmunder Problemviertel Nordstadt.