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Modetrends werden in Sprockhövel gemacht

Modetrends werden in Sprockhövel gemacht

Avery Dennison eröffnet weltweit zweites Innovationscenter an der Kleinbeckstraße.

Sprockhövel. Die Modetrends der Zukunft entstehen künftig nicht mehr nur in Metropolen wie New York, Paris oder Berlin, sondern vielleicht auch auf halber Strecke zwischen Haßlinghausen und Niedersprockhövel.

Dort wurde am Montag an der Kleinbeckstraße das Innovationscenter des amerikanischen Textilherstellers Avery Dennison eingeweiht. Geht es nach dessen Wunsch, sollen dort bald Kunden aus aller Welt in Sachen Modetrends und Textilien beraten werden.

Nach einer Umstrukturierung arbeiten derzeit noch 140 Beschäftigte in Sprockhövel — etwa ein Drittel von ihnen im Innovationscenter. Ob dort weitere Arbeitsplätze geschaffen werden, ist derzeit noch nicht sicher.

Das neue Konzept erläuterte Shawn Neville, Vizepräsident der Avery Dennison Gruppe. „Von der ersten Idee bis zum Prototypen können wir entsprechend den Kundenwünschen und gemeinsam mit dem Kunden an nur einem Tag ein neues Kleidungsstück kreieren.“

Denn neben vielen Garnproben und Mustern gibt es zudem moderne Maschinen, mit denen Textilien direkt vor Ort bedruckt und bestickt werden können. „Am Ende des Designprozesses können die Kunden den Prototypen ihres neuen Produkts direkt mitnehmen und müssen nicht — wie sonst üblich — erst drei Wochen darauf warten,“ erklärt ein Mitarbeiter das Konzept.

Entstanden ist das Innovationscenter — das übrigens erst das zweite weltweit ist — in den alten Fabrikhallen von Avery Dennison. Diese wurden renoviert und modern gestaltet und dienen als Präsentationsfläche. Über das Investitionsvolumen schweigt sich das Unternehmen allerdings aus.

„Ja, wir haben einiges in dieses Projekt investiert“, räumt Neville ein. „Diese Kosten sind jedoch geringer ausgefallen, als die Kosten möglicherweise ausgefallen wären, hätten wir uns von diesem Firmengelände getrennt.“