Frühjahrsputz im kleinen Park

Frühjahrsputz im kleinen Park

Bau- und Umweltausschuss will Grünfläche am Rande des Büttgener Ortskerns aufwerten.

Büttgen. Das hat vielen Anwohnern im Herzen wehgetan: 40 Bäumen am und rund um den Berliner Platz müssen einem Supermarktneubau weichen. Der ist seit Dezember vergangenen Jahres beschlossene Sache, die vorbereitenden Bauarbeiten sind in vollem Gang.

Umso wichtiger scheint es der Politik zu sein, die Beton-Grün-Wohlfühlbilanz im Ortsteil auszugleichen. Im Bau- und Umweltausschuss wurde jetzt darüber gesprochen, wie die Grünfläche am Rande des Büttgener Ortskerns, zwischen Gartenstraße und Bachstraße, aufgewertet werden kann. Die CDU hatte einen entsprechenden Antrag gestellt.

Durch die Baumaßnahmen am Berliner Platz, sagt die Union, entstehe zugleich die Verpflichtung, die umliegenden Grünbereiche noch stärker in den Blick zu nehmen. „Die Grünfläche zwischen Bachstraße und Gartenstraße befindet sich in mehrfacher Hinsicht in einem verbesserungsbedürftigen Zustand“, so CDU-Partei- und Fraktionschef Lars Christoph, in dessen Wahlkreis die Fläche liegt.

Der Rasen sei großflächig vermoost und der Pflegezustand der Grünanlage insgesamt wenig anschaulich. Zudem sei das Dach eines Pavillons mit Löchern durchsetzt.

Der Plan: Die Verwaltung soll ein Gesamt-Grünkonzept entwickeln, das die Aufenthaltsqualität nicht nur in Büttgen erhöht.

„Die Grünfläche zwischen Garten- und Bachstraße befindet sich im Ortskernbereich von Büttgen und sollte wegen der zentralen Lage kurzfristig in einem besseren Zustand versetzt werden“, sagt CDU-Bürgermeisterkandidatin Ulrike Nienhaus. „Daneben müssen aber auch andere Grünbereiche im Stadtgebiet noch einmal genauer unter die Lupe genommen werden.“

Was das betrifft, besteht weitgehend Einigkeit zwischen Verwaltung und Politik. „Wir fänden es sinnvoll, sich in jedem Stadtteil auf die größeren, attraktiveren Flächen zu konzentrieren“, sagt Grünen-Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat des Fünferbündnisses (SPD, Grüne, FDP, Zentrum, UWG), Christian Gaumitz. „Bei der Pflege kleinerer Flächen bestände die Möglichkeit, die Bürger einzubinden.“

Bis zur nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses soll die Stadt jetzt eine Liste der vorhandenen Grünflächen in Kaarst inklusive Pflegezustand und Nutzung erstellen.

Die Fläche zwischen Gartenstraße und Bachstraße, sagt die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart, sei insofern eine besondere, als dass es sich dabei weniger um einen viel genutzten Park, denn um eine, besonders für die Anwohner wichtige Baumoase in der Stadt handele. „Die Bänke“, sagt Burkhart, „liegen größtenteils im Schatten der großen, schönen Bäume, Spaziergänger suchen aber eher die Sonne. Wir werden deshalb schauen, ob wir möglicherweise den Pavillon und einige Bänke entfernen, um das Gesamterscheinungsbild zu verbessern.“