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Osterath-Arkaden: Tinte unter dem Vertrag mit Drogeriemarkt ist trocken

Osterath-Arkaden: Tinte unter dem Vertrag mit Drogeriemarkt ist trocken

Die Geschäftsstruktur im Dorf wird umgestaltet, die Osterath-Arkaden sind fast fertig.

Osterath. Jede Veränderung des Wohn- und Geschäftshauses am Bommershöfer Weg wird aufmerksam verfolgt. Noch wenige Wochen, dann ist das große Bäumchen-wechsel-Dich in den Osterath-Arkaden im wesentlichen abgeschlossen: Zurzeit räumt Foto Diezemann die letzten Umzugskartons aus, bis zum Wochenende ist der Durchbruch zwischen Männermoden Schmolt und dem neuen Damenbekleidungsgeschäft Frauenzimmerchen geschafft. Im September soll es eröffnen.

„Die baulichen Veränderungen sind wichtig für das Erscheinungsbild, aber noch wichtiger ist das Auftreten der Läden und wie sie sich verkaufen“, sagt Investor Peter Soliman. Er hat den Komplex an der Hochstraße und ebenso den Gebäuderiegel von der Depesche bis zum Sozialdezernat gekauft. Das Konzept der neuen Ladenstruktur vor Ort: „Einkaufen mit Herz“.

Waren des täglichen Bedarfs, Kleidung, Friseur und Kosmetik sind mit Geschenkeladen, Reisebüro, Buchhandlungen und Cafés verbunden. Es sind die kleinen, inhabergeführten Geschäfte, die dem Ortskern Gesicht und Leben geben, doch einen wichtigen großen Betreiber hat Peter Soliman ebenso gewinnen können: „Es gibt die mündliche Absprache mit Rewe, dass der Supermarkt im kommenden Jahr komplett renoviert wird“, sagt Soliman.

Und auch eine weitere Hürde ist genommen: Statt den gewünschten Drogeriemarkt selbst zu betreiben, hat Soliman einen Partner gefunden: Drogena ist eine kleine, neue Kette mit Firmensitz in Ratingen. Sie hat zwei Geschäftsführer: Jan Nelke (35, Einkauf, Finanzen und IT) und Holger Schmeding (36, Logistik, Vertrieb, Personal). Sie haben zuvor für verschiedene Handels-Größen wie Tengelmann, Roller und Ihr Platz gearbeitet.

Im Gegensatz zu den großen Ketten, deren Konzept auf einen Platzbedarf von mindestens 600 Quadratmeter abgestimmt ist, sind die von Drogena betriebenen Flächen kleiner und liegen zwischen 300 und 600 Quadratmeter. Zurzeit wird in dem 340 Quadratmeter großen Lokal in der Arkaden-Mitte an Boden und Beleuchtung gearbeitet. Im November soll der Markt eröffnen und dann neben dem klassischen Drogeriesortiment ein breites Angebot an regionalen und Bio- wie Naturprodukten führen.

Bei der Planung, Konzeption und Umsetzung des Konzepts Osterath-Arkaden habe es „viele Drehungen und Wendungen“ gegeben. „Jetzt fehlen nur noch die Wegweiser und die Schrankenöffnung am Bommershöfer Weg“, sagt Peter Soliman, wohlwissend, dass das Thema strittig ist. „Ich will die Öffnung nicht meinetwegen, sondern um Kaufkraft ins Dorf zu holen.

Alle Geschäfte müssen schließlich Geld verdienen, um einen florierenden Ortskern zu entwickeln.“ Er hofft, dass viele an einem Strang ziehen und Engagement zeigen. „Man muss den Ort attraktiv machen. Idealerweise kommen noch weitere zehn Investoren, und jeder macht einen Teil. Osterath hat noch viel Potenzial.“