Initiative und Kirche in Meerbusch-Strümp reden miteinander

Strümper Gemeindeleben soll aktiviert werden : Sachausschuss erarbeitet Veränderungskonzept

31 Interessierte wollen einen Sachausschuss gründen und das Gemeindeleben aktivieren.

Mit einer solchen Resonanz hatten die Veranstalter selbst nicht gerechnet: 31 interessierte Strümper waren am Mittwochabend der Einladung des GdG-Rates und der Initiative St. Franziskus Strümp gefolgt, um bei diesem Treffen im Feuerwehrgerätehaus am Kaustinenweg einen sogenannten ortsbezogenen Sachausschuss zu gründen.

Mit dabei waren auch der erste Vorsitzende des Rates Gemeinschaft der Gemeinden (GdG), Thomas Lütkeniehoff, die zweite Vorsitzende Julia Paschmanns, Max Tjaben Stevens als Vertreter des Kirchenvorstandes und Pfarrer Norbert Viertel. Der Vorstand des GdG-Rates sicherte den Versammelten zu, dass der Sachausschuss sich an diesem Abend als gegründet bezeichnen und sofort seine Arbeit aufnehmen könne.

Die formelle Berufung aller Anwesenden als Mitglieder des Sachausschusses werde auf der nächsten Sitzung des GdG-Rats erfolgen. Dafür brauche auch nicht eine Sondersitzung des Rates angesetzt zu werden, hieß es von Seiten des Vorstandes.

In den Gesprächen ging es hauptsächlich um den nach wie vor umstrittenen Beschluss des Kirchenvorstandes (KV), das Pfarrheim Strümp an die Caritas zu verkaufen. Die Teilnehmer der Runde machten deutlich, dass sie konkrete Informationen über die materiellen Tatbestände erfahren wollen, die diesem KV-Beschluss zugrunde lägen.

Der Sachausschuss und die Initiative St. Franziskus erklärten sich bereit, Mitverantwortung zu übernehmen und an dem notwendigen Veränderungskonzept für Strümp gemeinsam mit den Gremien zu arbeiten. Das passiere am besten und sinnvoll, indem alle Gebäude – also eben auch die Kirche und die Grundstücke, die die Kirche in Strümp besitzt – mit einbezogen würden. Der Vorstand des GdG-Rates erklärte daraufhin, dass nicht er, sondern der Kirchenvorstand dafür zuständig sei. Er und auch dieser Kirchenvorstand würden schon seit längerem von dem Sachausschuss und von der Initiative St. Franziskus ein Konzept zur Nutzung vorhandener und gegebenenfalls noch zu schaffender „pastoraler Räume“ erwarten.

Mehr als eine Wunschliste,
weniger als ein Konzept

Dazu Pfarrer Norbert Viertel: „Ein Konzept ist vielleicht etwas zu viel, aber eine Wunschliste ist zu wenig.“ Die Initiative St. Franziskus hat ein Positionspapier mit konkreten Fragen erarbeitet. Dieses Papier soll dem Kirchenvorstand und den Vertretern seiner Unterausschüsse sowie der Öffentlichkeit in den nächsten Tagen präsentiert werden.

Eines machten Klaus Mock, Gerd Vasen, Christof Cames und Herman-Josef Beyen im Namen der Initiative St. Franziskus Strümp und des Sachausschusses noch einmal deutlich: „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, das Gemeindeleben in Strümp lebendig zu erhalten und duch neue Aktivitäten mit Unterstützung des GdG-Rates zu intensivieren. Weitere Unterstützer und Mitgestalter sind jederzeit willkommen.“ ak

Mehr von Westdeutsche Zeitung