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Der Winter kann kommen: Die Silos sind gut gefüllt

Der Winter kann kommen: Die Silos sind gut gefüllt

Bauhof und Fachbereich Straßen und Kanäle sind auf einen harten Winter gut vorbereitet.

Meerbusch. Der Fachbereich Straßen und Kanäle sowie der Bauhof sind bestens vorbereitet auf den Winter. Dana Vukotic ist als Mitarbeiterin im Fachbereich Straßen und Kanäle mit der strategischen Planung des Winterdienstes betraut, kümmert sich um Salz, Fahrzeuge, bearbeitet die Routen. Nachdem im letzten Winter das System fast zusammenbrach, kamen alle Faktoren auf den Prüfstand. Es wurde nachgebessert, und trotzdem sagt Jana Vukotic lächelnd: „Ich wünsche mir einen warmen Winter.“

Bauhofleiter Marcus Töpp („Mit sehr viel Nerveneinsatz haben wir 2010/11 in Meerbusch durchgehend gestreut“) würde das allerdings als Hohn betrachten, was angesichts der gut gefüllten Vorratsboxen nicht verwundert: 150 Tonnen Salz fasst das Silo, eine überdachte Schüttgutbox weitere 50 Tonnen, vier Streugutboxen je 550 Liter. Das sollte fürs erste reichen. Lieferverträge mit Straßen NRW (150 Tonnen) und der Firma Hamann (500 Tonnen) geben zusätzlich Sicherheit. Bei einem Engpass sorgt der Lieferant innerhalb von 48 Stunden für Nachschub, und: Salz, das nicht gebraucht wird, wird auf dem Firmengelände für Meerbusch eingelagert.

An den Rand der Belastung kam im vergangenen harten Winter auch das Personal. 71 städtische Mitarbeiter (Töpp: „Das ist Spitz auf Knopf gerechnet“) kümmern sich in diesem Jahr im Schichtbetrieb mit schwerem Gerät oder Eimer und Schaufel darum, dass 259 Kilometer innerörtliche Straßen in Meerbusch schnee- und eisfrei sind.

Die Fußgängerinseln vor Ampeln und an Bushaltestellen werden von Hand gestreut. Zwölf Schulhausmeister sind ebenfalls eingebunden, ebenso zwei Landwirte, die sich um rund 70 Kilometer Radwege kümmern.

Bis 7 Uhr morgens sollen die wichtigsten Wege frei sein — für Radfahrer wie für Autofahrer, sagt Wolfgang Trapp, der Fachbereichsleiter für Straßen und Kanäle. „Wir räumen nach besten Kräften, aber wir können nicht an jeder Stelle zugleich sein.“ Gefährliche und verkehrswichtige Straßen müssten bevorzugt geräumt werden.

Oftmals spannungsreich war das Verhältnis zwischen Winterdienstmitarbeitern und Bürgern im vergangenen Winter. Insofern hofft Töpp nun auf „etwas mehr Ruhe und Gelassenheit“. Seine Kollegin Jana Vukotic setzt darauf, dass nicht nur die Stadt, sondern auch die Privathaushalte besser vorbereitet sind, für genügend Streugut sorgen oder Helfer für die Bürgersteigräumung gefunden haben. Die Grundregel lautet: Zwischen 7 und 20 Uhr muss der Bürgersteig begehbar sein.