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Bauverein rechnet mit weiter steigenden Mieten

Bauverein rechnet mit weiter steigenden Mieten

Zwei Neubauprojekte sollen bis 2020 entstehen, eines mit preisgedämpften Wohnungen.

Das Preisniveau der Mieten spielt eine wichtige Rolle: „Der Anstieg liegt stets zwischen einem und eineinhalb Prozent pro Jahr. Das ist sehr moderat und entspricht unserer Geschäftspolitik“, sagt Peter Wulbeck vom Bauverein. Die Mitgliederversammlung hat er als Geschäftsführendes Mitglied des Vorstands jetzt zum Anlass genommen, um Details aus dem Jahresbericht vorzustellen. Der Immobilienbestand der 1950 gegründeten Genossenschaft umfasst 800 Wohnungen, zwölf Gewerbeeinheiten und 268 Stellplätze/Garagen. Im Wohnbereich beträgt die durchschnittliche Nettokaltmiete 6,45 Euro pro Quadratmeter: „Ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 0,15 Euro pro Quadratmeter.“

Großen Wert legt der Bauverein Meerbusch nach eigenen Angaben auf die Modernisierung seiner Bestände: „Sie sind Voraussetzung dafür, zeitgemäßen Wohnraum anbieten zu können und damit den Fortbestand unserer Genossenschaft zu sichern.“ Im Geschäftsbericht sind für diese Maßnahmen einschließlich persönlicher und sächlicher Kosten 1 463 000 Euro angeführt. Es werden auch die Wohnungen zweier in diesem Jahr startender Neubauvorhaben mit zeitgemäßem Komfort ausgestattet: einerseits das Quartier „Amselweg“ zwischen Römerstraße und Amselweg in Büderich. Dort entstehen in drei Gebäuden 21 neue Wohnungen mit Wohnflächen von 54 bis 125 Quadratmetern. Andererseits wird auch „Wohnen am Schackumer Bach“ umgesetzt. Auf dem ehemaligen Bauhof-Gelände an der Moerser Straße, ebenfalls Büderich, entstehen 33 Wohnungen, 26 davon öffentlich gefördert, mit Größen zwischen 47 und 100 Quadratmetern.

Peter Wulbeck, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bauvereins

„Wir möchten für die breite Schicht der Bevölkerung Wohnraum schaffen, die Mieten überschaubar halten“, erklärt Wulbeck. Deshalb werde es dort preisgedämpfte Wohneinheiten geben. Beide Projekte sollen Ende 2019 bis Anfang 2020 bezugsfertig sein.

Unabhängig davon sei geplant, bisherige Modernisierungen fortzusetzen: „Wir erwarten in den kommenden Jahren ähnlich hohe Aufwendungen wie in der Vergangenheit.“ Wulbeck erinnert aber auch: „Trotz der steigenden Bautätigkeit besteht im mittleren und unteren Preissegment ein deutlicher Nachfrageüberhang. Weiter steigende Mieten dürften trotz regulatorischer Versuche der Eindämmung die Folge sein.“ mgö