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DHC Rheinland: Hamburger Bollwerk nicht zu überwinden

DHC Rheinland: Hamburger Bollwerk nicht zu überwinden

DHC Rheinland verliert beim Tabellenführer hoch mit 14:28.

Dormagen. Handball-Bundesligist DHC Rheinland verlor am Mittwochabend erwartungsgemäß beim Tabellenführer der Toyota Handball-Bundesliga. Der HSV Hamburg gewann vor 8 259 Zuschauern mit 28:14, nachdem die Mannschaft von Martin Schwalb schon zur Pause beim 15:7 für eine Vorentscheidung gesorgt hatte.

Letztlich war es Torwart Jens Vortmann zu verdanken, dass die Hamburger unterhalb der 30 Tore-Grenze blieben. Der beste Dormagener machte zahlreiche gute Chancen der Gastgeber zunichte. „Mit der Leistung von Jens bin ich zufrieden, nicht aber mit dem Angriff“, erklärte denn auch DHC-Trainer Kai Wandschneider.

„Wir hatten uns vorgenommen, mit unserer Abwehr ein echtes Bollwerk aufzubauen und dies engagiert durchzuziehen“, war Schwalb mit der Umsetzung der Taktik zufrieden. Denn fast eine Viertelstunde lang blieben die Gäste ohne Torerfolg. Maciej Dmytruszynski erlöste den DHC und verkürzte in der 14. Minute zum 5:1.

Über 11:2 und 13:5 gingen die Mannschaften mit 15:7 für den HSV in die Kabinen. Nach der Pause ein ähnlicher Verlauf: Die auf fast allen Positionen veränderten Hamburger standen in der Abwehr zumeist sicher und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Torwart Per Sandström zeigte eine ähnlich gute Leistung wie Johannes Bitter in der ersten Hälfte. Eine sicherlich erfreuliche Nachricht: Nach seiner krankheitsbedingten Pause war Max Holst wieder dabei und verwandelte zwei Siebenmeter.

Beim Gastspiel in Hamburg ging es dem DHC aber vor allem darum, „sich wieder auf den Handballsport zu konzentrieren. In letzter Zeit wurde ja fast nur noch über die Insolvenz und die Verweigerung der Erstliga-Lizenz gesprochen“, so Trainer Kai Wandschneider.

Als die im Bus nach Hamburg saßen, war das Fax der Handball-Bundesliga GmbH (HBL) mit der Lizenzverweigerung für die 1. Bundesliga eingegangen. In Dormagen, wo eine sportliche Qualifikation zur Eliteliga immer unwahrscheinlicher wird, nahm diese Nachricht jedoch eher gelassen auf. „Wir planen in Richtung 2. Bundesliga, das ist unser Ziel“, erklärte Geschäftsführer Heinz Lieven.

Am Sonntag geht es bereits für den DHC Rheinland in der Liga weiter, wenn ab 17.30 Uhr der Tabellenvierte, die Rhein-Neckar Löwen, im Sportcenter gastieren.