Trauerfeier: ,Ein hervorragender Mitmensch’

Trauerfeier: ,Ein hervorragender Mitmensch’

Abschied von Helmut Freuen (76) in Giesenkirchen. Junge Anwälte tragen den Sarg.

Mönchengladbach. Bewegende Trauerfeier für den langjährigen Oberstadtdirektor Helmut Freuen: Junge Anwälte aus der Rechtsanwaltskanzlei Backes&Partner tragen den Sarg. In dieser Kanzlei hatte Freuen nach seiner Pensionierung noch einige Jahre gearbeitet.

Viele Freunde, vor allem politische Weggefährten begleiteten den Leichnam des 76-jährigen CDU-Politikers hinter der trauernden Familie. Freuen war in der vergangenen Woche an den Folgen eines längeren Krebsleidens gestorben.

Für viele kam die Nachricht vom Tod des dienstältesten Verwaltungschefs in Nordrhein-Westfalen überraschend. Erst vor wenigen Wochen hatte Freuen und seine Frau Anneliese in der Rheydter Stadthalle die Nominierung von Norbert Post zum CDU-OB-Kandidat für die Kommunalwahl im Juni 2009 aufmerksam verfolgt, dabei nicht nur mit NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, sondern auch mit Parteifreunden geplaudert.

Während des Trauergottesdienstes in der übervollen Giesenkirchener Pfarrkirche St. Gereon würdigte eine Freundin der Familie Freuen, Ina Obst-Oellers, den Menschen Helmut Freuen.

Beim Seelenamt sagte der Priester und Religionslehrer Manfred Riethdorf, Freuen sei "ein hervorragender Mitmensch" gewesen. Für ihn habe die "Stadtwerdung" an oberster Stelle gestanden.

Freuen, beruflich immer ein Vollblut-Politiker, war erster Oberstadtdirektor der neuen Stadt aus Wickrath, Rheydt und Gladbach. Diese "kommunale Neugliederung" erfolgte 1975. Als Verwaltungschef beklagte er später häufiger, dass sich "Mönchengladbach" noch längst nicht in allen Köpfen verankert habe. 1994 ging der Jurist und Vater zweier Kinder in Pension.

Ehemalige Stadt-Beigeordnete und Freuen-Kollegen wie Busso Diekamp, Günter Buhlmann und Manfred Nieland nahmen ebenso Abschied wie seine politischen Freunde Alfred Bohnen und Hans-Wilhelm Pesch.

Im Stadtrat am Mittwoch hatte OB Norbert Bude (SPD) Freuen und seine Arbeit gewürdigt und dabei auch gesagt: "Er war mit 35 Jahren auch jüngster Verwaltungschef einer Großstadt." Das war 1968 und in Rheydt.

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