Mitgliederversammlung Das CDU-Team Tönisvorst steht

Tönisvorst · Alte Bekannte und einige Neueinsteiger übernehmen Wahlbezirke. Bis auf zwei holten alle solide Ergebnisse in der Versammlung.

 19 Mitglieder der Tönisvorster CDU streben das Direktmandat in den Wahlbezirken von Vorst und St. Tönis  an. Parteichef Dirk Louy (2.v.l.), der für den Kreistag kandidieren möchte, dankte am Mittwochabend Helmut Drüggen (l.) und Sabine Zeuner (mit Blumen), die zum September ausscheiden werden.  

19 Mitglieder der Tönisvorster CDU streben das Direktmandat in den Wahlbezirken von Vorst und St. Tönis  an. Parteichef Dirk Louy (2.v.l.), der für den Kreistag kandidieren möchte, dankte am Mittwochabend Helmut Drüggen (l.) und Sabine Zeuner (mit Blumen), die zum September ausscheiden werden.  

Foto: CDU Tönisvorst

Einen Mr. oder eine Mrs. „100 Prozent-Stimmenverwertung“ gab es am Mittwochabend nicht. Aber das „Team Tönisvorst“ der CDU steht. Die Partei hat ihre Bewerber-Mannschaft für den Stadtrat gewählt.

Dabei folgten die 52 Stimmberechtigten in der Mitgliederversammlung 2/2020 den Vorschlägen von Findungskommission und Vorstand. Er hatte die Namensliste für die 19 Wahlbezirke der Stadt vorgelegt.

Das Gros der zwölf Männer und sieben Frauen, darunter langjährige Ratsleute und fünf neue Gesichter, erzielte sehr solide Ergebnisse. Zwei mussten allerdings deutliche Dämpfer einstecken.

Das Top-Ergebnis des Abends fuhr Michael Landskron ein. Er holte 48 Ja- von 52 abgegebenen Stimmen. 29 Jahre jung, studierter Soziologe, Erfahrungen als JU-Vorsitzender in Stadt und Kreis, seit 2014 im Parteivorstand aktiv, kandidiert er zum ersten Mal. Er will ein Direktmandat holen. Warum er kandidiert? „Weil man was bewegen und verändern kann“, sagt er und nennt ein Beispiel: Als JUler habe er sich mit für die Fitness-Anlage stark gemacht: „Und wenn sie dann umgesetzt und auch genutzt wird“, sei das ein gutes Gefühl.

Neben Landskron haben Peter Langenfurth (47 Stimmen), Fraktionsvorsitzender Christian Rütten (46), Reinhard Maly (45) und Neuling Christina Marpe (ebenfalls 45 Stimmen) die besten Ergebnisse eingefahren.

Marpe ist seit zweieinhalb Jahren in der CDU Tönisvorst. Sie nimmt den Platz von Angelika Hamacher ein, die sich ab September aus der ersten lokalpolitischen Reihe der CDU zurückziehen wird.

Eine Gefühlsachterbahn dürfte der Abend erneut für Ratsherr Maik Giesen gewesen sein – zwischen seiner namentlichen Begrüßung als Stadt-Ehrenring-Träger für 25 Jahre Stadtratsarbeit und der Verkündung seines Ergebnisses. Der Anwärter für den Wahlbezirk 7050 erhielt 29 der 52 Stimmen, nur drei mehr, als er für eine Bestätigung benötigte. Auf der Reserveliste ist er mit Platz 12 aber gut abgesichert. Weitere Ergebnisse im Info-Kasten.

Anke Dubberke (Wahlkreis 7090), laut eigener Vorstellung seit sechs Jahren in der Ratsarbeit aktiv, fuhr mit 31 Stimmen das zweitschlechteste Ergebnis ein. Sie formulierte anschließend ihre Enttäuschung über ihre Platzierung auf Reservelistenplatz 21 und bewarb sich für Listenposition 17. Dort hatte der Vorstand Yannick Cormaux plaziert. Es wurde in der anschließenden Vorstellung durch den Parteichef deutlich, dass Dirk Louy den 23-jährigen stellvertretenden JU-Vorsitzenden als ehrgeizige Nachwuchskraft auch durchsetzen wollte. Dubberke unterlag Cormaux in der Abstimmung mit 11:39.

Dirk Louy, der für den CDU-Stadtverband für den Kreistag kandidiert und sich auf Platz 14 der Reserveliste für den Stadtrat hat absichern lassen, erwartet von Partei und Kandidaten Geschlossenheit und Verlässlichkeit im Kommunalwahlkampf. Sein Anspruch an die Wahlkämpfer: „wieder die stärkste Fraktion im Stadtrat“ und mit Thomas Goßen wieder den Bürgermeister für Tönisvorst zu stellen. Um Themen und Ziele wie beispielsweise „die bürgernahe Verwaltung“ durch- und umzusetzen, „brauchen wir einen starken Bürgermeister, der von der Union getragen wird“.

Als „Mr. 100 Prozent zuverlässig“ erwies sich am Abend der CDU Tönisvorst Marcus Optendrenk als Versammlungsleiter. Als im ersten Wahlgang plötzlich 53 Stimmzettel zusammenkamen, aber nur 52 Stimmberechtigte aus der Liste ablesbar waren, stoppte der Kreisvorsitzende die Abstimmung, ließ 52 neue Stimmzettel ausdrucken und dann die Wahl für die Rats-Wahlbezirke wiederholen. Von diesem „Geist von Tönisvorst“ ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen.