Senioren-Union im Kreis Viersen feiert 30-jähriges Bestehen

Runder Geburtstag: Senioren-Union feiert 30-jähriges Bestehen

Ehrengast Worms forderte die Partei auf, ihr christliches Weltbild im Handeln zu bewahren.

Die Senioren-Union Kreis Viersen in der CDU hat sich am Freitagnachmittag im Hotel Rahserhof in Viersen selbst gefeiert: Am 30. November 1988 im Forum des Kreishauses in Viersen gegründet, war sie exakt an diesem Tag 30 Jahre alt geworden. Die Jubiläumsfeier, die vom Geschäftsführenden Vorstand um Reinhard Maly aus Tönisvorst, der seit neun Jahren Vorsitzender der CDU-Seniorenvereinigung ist, organisiert wurde, fand großes Interesse und brachte viele Prominente nach Viersen, die den Senioren ihren Respekt zollten.

Maly ging in seinen Begrüßungsworten auf den Wert der Vereinigung ein, die durch den demografischen Wandel zunehmend an Bedeutung gewinne. Seit den Gründungsjahren hat sich an der Ankündigung des ersten Kreisvorsitzenden Josef Schürgers aus Viersen nichts geändert: Die Senioren wollen aktiv am politischen Leben teilnehmen, ihre Erfahrungen einbringen und ganz bewusst auch Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Im Kreis hat die CDU aktuell 2800 Mitglieder, 1400 davon sind älter als 60 Jahre, also gehört die Hälfte der aktuellen Parteimitglieder zu den Senioren.

Eine Broschüre zum Geburtstag erinnert an die Anfänge

An die Anfänge und die weitere Entwicklung der Senioren-Union im Kreis Viersen erinnert eine Broschüre, die zum runden Geburtstag herausgegeben wurde. Viele prominente Politiker veröffentlichten darin ein Grußwort. Beschrieben wird in der Festschrift auch die Verleihung des Gert-Schmitz-Preises, der an Institutionen und bürgerschaftliche Engagements vergeben wird, die sich zum Wohle der Schwächeren in der Gesellschaft einsetzen und dabei nicht von Staat oder Kirche unterstützt werden. Auch die umfangreiche Reisetätigkeit der CDU-Senioren wird in der Publikation beschrieben. Bei der Feier richteten die stellvertretende Bundesvorsitzende der Senioren-Union und frühere NRW-Landesministerin Christa Thoben und der CDU-Vize-Kreisvorsitzende Peter Fischer sowie Bezirksvorsitzender Theo Thissen Grußworte an die Festversammlung, zu der aus allen Ortsverbänden Vertreter gekommen waren. Fischer betonte, die SU habe einen wichtigen Platz in der CDU-Familie und sei ein gefragter Ratgeber und Begleiter der politischen Arbeit. Christa Thoben erinnerte an die politischen Wurzeln der Partei: christlich, konservativ und liberal und forderte die Senioren auf, offen für Veränderungen und vor allem neugierig zu bleiben. Zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts betonte sie auch die wichtige Rolle der Seniorinnen in der Partei.

Wort und Tat sollen wieder eine Einheit werden, forderte Worms

Der Mitbegründer der Europäischen Senioren-Union, Bernhard Worms, hielt die Festansprache. Der 88-Jährige forderte die Partei auf, Wort und Tat wieder zu einer Einheit werden zu lassen, um Glaubwürdigkeit wieder zu gewinnen. Er ging auf die größte Fluchtbewegung der Geschichte ein, erinnerte daran, dass weltweit 250 Millionen Menschen nach Uno-Berichten auf der Flucht seien und nannte vor allem die geschätzte Zahl von 2,5 Milliarden Jugendlichen ohne Perspektive erschütternd. Er forderte die CDU auf, ihr christliches Weltbild im Handeln zu bewahren. Ohne Werteordnung allerdings gehe es nicht. Worms betonte, die Senioren sollten mit ihrem Sachverstand die Politik begleiten, vor allem den sozialen Frieden dauerhaft zu sichern.

Mit der Nationalhymne klang die Veranstaltung aus.

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