Filal-Schließungen der Sparkasse Krefeld: Kritik der CDU in Niederkrüchten

Kreis Viersen : Niederkrüchtens CDU kritisiert Filal-Schließungen der Sparkasse

Niederkrüchtens CDU äußert scharfe Kritik an der Sparkasse in der Region. Mit dem Aus für mehrere Filialen grenze man Menschen aus.

Die Niederkrüchtener CDU fordert die Sparkasse Krefeld auf, ihre Entscheidung zu überdenken, zehn Filialen im Kreis Viersen zu schließen. Das Kreditinstitut hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass im Frühjahr 2020 unter anderem in Viersen, Nettetal, Niederkrüchten, Schwalmtal-Amern und Brüggen-Bracht sieben Filialen geschlossen werden sollen.

„Sparkassen sind der Gemeinnützigkeit verpflichtet. Wie will eine Sparkasse, auch im Zeitalter der Digitalisierung, die Aufgaben aus dem Sparkassengesetz erfüllen, wenn sie sich aus der Fläche zurückzieht? Was machen gerade ältere Mitbürgerinnen und -bürger, die kein Online-Banking machen?“, heißt es in einer Erklärung der Niederkrüchtener CDU-Fraktion. Mit ihrer Entscheidung, Filialen zu schließen, grenze die Sparkasse Krefeld Menschen aus. „Da hilft auch nicht unbedingt der ,Sammeltransfer’ zur Sparkasse oder die ,Sparkasse auf Rädern’ weiter“, kritisieren die Christdemokraten. „Insbesondere, wenn auch die Filialen in Amern und Bracht als direkt anschließende an Niederkrüchten geschlossen werden.“

Die Bürgermeister der drei Westgemeinden machten es sich zu leicht, wenn sie auf die rein wirtschaftlichen Aspekte der Entscheidung verweisen, so die Niederkrüchtener CDU. Sie fordert sowohl Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos) als Vertreter der Gemeinde im Regionalbeirat der Sparkasse Krefeld als auch die Sparkasse auf, die Entscheidung zu überdenken. Die Stellungnahme endet mit einer Ankündigung: „Die CDU Niederkrüchten wird zumindest eine Resolution des Rates Niederkrüchten initiieren, um die Entscheidung der Sparkasse zur Schließung in Niederkrüchten zu verhindern.“

Bereits vergangene Woche hatte der Kreisverband der Linken die Sparkasse aufgefordert, von den Schließungen Abstand zu nehmen. Kreissprecherin Britta Pietsch sagte: „Die Sparkasse muss sich ihrer Verantwortung für die Region und die Menschen im Kreis Viersen stellen – und das jetzige Filialnetz erhalten.“

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