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Bauarbeiter legen sich ins Zeug für U-3-Plätze

Bauarbeiter legen sich ins Zeug für U-3-Plätze

Stadt: Bei den Kindergartenplätzen für unter Dreijährige liegt Nettetal im Soll.

Nettetal. Gut versorgt sind Nettetals kleinste Mitbürger mit Kindergartenplätzen. Zumindest theoretisch: „Die Zahl der Plätze scheint mir ausreichend“, bewertete Sozialdezernent Armin Schönfelder am Mittwochabend im Jugendhilfeausschuss den Kindergartenbedarfsplan für dieses und nächstes Jahr. In der Praxis aber stehen noch bei Plätzen für Kinder unter drei Jahren (U 3) etliche Baumaßnahmen an.

„210 U-3-Plätze und 56 Plätze in der Ganztagsbetreuung können nach den Sommerferien angeboten werden“, verkündete Schönfelder. Doch die genaue Auflistung der Verwaltung schafft Klarheit: Von den 210 Plätzen sind 76 provisorisch.

Etliche Einrichtungen verschiedener Träger mussten oder müssen nach den gesetzlichen Vorgaben Baumaßnahmen durchführen. Einige sind oder werden bald fertig — so wie in der Evangelischen Kindertagesstätte (Kita) „Löwenzahn“ am Birkenweg in Lobberich. Bei anderen läuft noch die Planungsphase.

So unterhält beispielsweise die Evangelische Kita „Zwergenland“ in Lötsch im kommenden Kindergartenjahr für unter Dreijährige 16 Plätze, darunter neun behelfsmäßig eingerichtete. Denn dort sind die erforderlichen An- und Umbaumaßnahmen noch „in Umsetzung“.

„Spannend wird es im Kindergartenjahr 2014/2015“, meinte Jugendamtsleiter Jochen Mütinga. Dann nämlich träten die Gesetzesänderungen in Kraft — und bis dahin muss in Nettetal der Bedarf an U-3-Plätzen gedeckt sein Mit derzeit 27 Prozent liege die Seenstadt gut im Trend, so der Jugendamtsleiter.

Wie groß die Nachfrage ist, wird am neuen Kindergarten „Netteland“ in Lobberich deutlich: Der Betrieb startet zwar nach den Sommerferien, aber laut Mütinga „zunächst mit einer Notgruppe“. Die wird in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Hauptschule untergebracht. Im Januar soll „Netteland“ dann fertig sein. 14 Anmeldungen liegen für die Notgruppe bereits vor. Mütinga: „Sobald ein Platz da ist, gibt es eine Nachfrage.“ jbh