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Neues Feuerwehrgerätehaus für Tönisberg geplant

2,5 Millionen Euro eingeplant : Tönisberg bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus

Für den Neubau sind 2,5 Millionen Euro eingeplant. Was mit dem alten Gebäude passiert, ist noch unklar.

(hgs) Der Ausschuss für Ordnung und Rettungswesen des Kempener Stadtrates hat in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, dass Tönisberg ein neues Feuerwehrgerätehaus erhält. Dafür stehen im Haushalt 2022 2,5 Millionen Euro bereit. Am Ende der Diskussion waren sich alle Politiker einig: Nur ein kompletter Neubau verbessert die Situation der Freiwilligen Feuerwehr  nachhaltig.

Bis zur Fertigstellung des Neubaus wird das derzeitige Feuerwehrgerätehaus weiterhin durch die Feuerwehr genutzt. Nach Fertigstellung überprüft die Verwaltung, was mit dem alten Gebäude passiert. Macht eine Folgenutzung oder gar ein Abriss des 1971 erbauten Gebäudes, das 2017 umgebaut wurde, Sinn? Die SPD regte an, mit der Prüfung früher zu beginnen, um einen langen Leerstand zu vermeiden.

Für den Neubau wird ein Teil des Marktplatzes benötigt. Der restliche Teil soll als öffentliche Parkfläche genutzt werden, um die Parksituation an der Rheinstraße und Umgebung zu entlasten. Ferner soll der verkleinerte Markplatzes weiterhin für Veranstaltungen in Tönisberg zur Verfügung stehen. Ob das allerdings möglich ist, wie zum Beispiel für die Kirmes im Ort, muss noch geprüft werden.

Geprüft wurde auch, ob das neue Feuerwehrhaus im neuen Gewerbegebiet „Am Vaetsbruch II“ gebaut werden könnte. Nach Abwägung aller Vor-und Nachteile bleibt es beim alten Standort. Kempens Feuerwehrchef Franz-Heiner Jansen und Tönisbergs Löschzugführer Sascha Spetzius sprachen sich in einem Schreiben an den Ordnungsamtsleiter Michael Steckel für den Neubau auf dem Marktplatz aus. Ein Großteil der Feuerwehrleute könne zu Fuß oder durch eine kurze Anfahrt das Gerätehaus erreichen. Wichtig sei auch, dass das Haus zentral im Einsatzbereich liege. Ferner würde eine Verlegung ins Gewerbegebiet die Eintreffzeit bei Einsatzhilfen im Ortsteil St. Hubert verschlechtern. Man solle auch nicht die Nähe zur Dorfgemeinschaft vergessen. Eine Feuerwehr lebe von und mit so einer Gemeinschaft.

Bei den Planungen für den Neubau orientieren sich Verwaltung und die Verantwortlichen der Feuerwehr bis auf kleine Veränderungen am Mitte 2019 fertiggestellten Gerätehaus in Schmalbroich. „Die Größen der örtlichen Gegebenheiten sind auch für den Löschzug Tönisberg ausreichend, da die derzeitig geplante Anzahl der Fahrzeuge sowie die angestrebte Mitgliederzahl im Löschzug Tönisberg mit dem Löschzug Schmalbroich fast gleich ist“, heißt es in einem Schreiben des Tönisberger Löschzugführers. Es solle aber auch eine funktionelle Lagereinrichtung für das Trommlercorps Tönisberg geprüft werden, das jetzt auch im derzeitigen Gebäude seinen Platz hat.

(hgs)