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Feuerwehr-Großeinsatz in Sauna-Club in Brüggen

Großeinsatz in Brüggen : Trotz Großeinsatzes brennt Sauna-Club komplett aus

Die Feuerwehren waren in der Nacht zu Sonntag in Brüggen im Großeinsatz: Aus ungeklärter Ursache kam es zu einem Brand im FKK-Sauna-Club „Golden Time“. Die B221 wurde während der Löscharbeiten zeitweilig voll gesperrt.

Um 4 Uhr am Sonntagmorgen waren die goldenen Zeiten nur noch rauchende Trümmer und glühende Asche: Der Sauna-Club „Golden Times“ in Brüggen-Genholt ist in der Nacht zu Sonntag völlig ausgebrannt. Menschen kamen nicht zu Schaden; das Etablissement war laut Polizei zum Brandzeitpunkt geschlossen.

 Am Morgen danach ein Blick aus der Luft auf die Einsatzstelle am Heidweg in Brüggen.
Am Morgen danach ein Blick aus der Luft auf die Einsatzstelle am Heidweg in Brüggen. Foto: ja/Arnulf Stoffel (ast)

Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf. Ein Großaufgebot der Feuerwehr war vor Ort, mehr als 100 Einsatzkräfte der Wehren aus Brüggen, Nettetal-Kaldenkirchen, Viersen-Dülken und Schwalmtal-Amern wurden alarmiert.

 Die Wehrleute bauten eine eigene Wasserversorgung auf.
Die Wehrleute bauten eine eigene Wasserversorgung auf. Foto: Jungmann

Anwohner wurden gewarnt, Fenster und Türen zu schließen

Es war 0.18 Uhr, als in der Kreisleitstelle der Feuerwehr in Viersen ein Anrufer auf eine „unklare Rauchentwicklung“ im Ortsteil Brüggen-Genholt aufmerksam gemacht wurde. Noch während die alarmierten Einsatzkräfte der Brüggener Feuerwehr auf dem Weg zum Gerätehaus waren, gingen weitere Anrufe ein, in denen von einem Feuer die Rede war. Im Gemeindegebiet wurden die Sirenen geschaltet, auch der Löschzug Bracht alarmiert. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warn-App „Nina“ gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Als die ersten Einsatzkräfte an dem Sauna-Club eintrafen, standen bereits große Teile des Dachstuhls in Flammen. Umgehend wurden der Löschzug Kaldenkirchen sowie Gerätewagen aus Dülken und Amern nachalarmiert.

Die Einsatzkräfte bauten eine Wasserversorgung vom Wasserwerk Lüttelbracht bis zur Einsatzstelle am Heidweg auf. Dafür musste zeitweilig die Bundesstraße 221 komplett gesperrt werden. Den Brand bekämpften die Wehrleute über zwei Drehleitern. „Trotz der sofort eingeleiteten Maßnahmen zur Brandbekämpfung brannte das Gebäude komplett aus“, berichtete ein Feuerwehrsprecher.

Gegen 4 Uhr reduzierten die Wehrleute den Kräfteansatz, als klar war, dass das Gebäude nicht mehr zu retten war. Die Nachlöscharbeiten dauerten auch am Sonntagmorgen noch an.

Das Deutsche Rote Kreuz des Ortsverbands Brüggen versorgte die insgesamt 106 Einsatzkräfte vor Ort mit Getränken und Speisen und stellte den medizinischen Grundsutz der Feuerwehrleute sicher. Auch Brüggens Bürgermeister Frank Gellen (CDU) machte sich vor Ort ein Bild vom Feuerwehreinsatz. Am gesamten Einsatz waren insgesamt 106 Einsatzkräfte mit rund zwei Dutzend Fahrzeugen beteiligt.