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Grefrath: Neues Chip-System - Zwei Tonnen weniger

Grefrath: Neues Chip-System - Zwei Tonnen weniger

Ab Januar verschwinden die grauen 60-Liter- und braunen 90-Liter-Tonnen.

Grefrath. Ab Januar wird bei der Müll-Entsorgung in der Niersgemeinde ein neues System eingeführt. Seit September werden bereits die grauen und braunen Tonnen mit einem Codierungs-Chip ausgestattet (die WZ berichtete). Mit diesem Chip kann die Entsorgungs-Gesellschaft Niederrhein (EGN) die Tonne dem jeweiligen Haus zuordnen. Dadurch wird künftig nach dem Verursacherprinzip abgerechnet. Das bedeutet, dass der Kunde je nach Tonnengröße und Anzahl der Leerungen bezahlen muss.

Am Mittwoch gab die Gemeinde bekannt, dass im Zuge der Umstellung zwei Tonnengrößen verschwinden: Die graue 60-Liter-und die braune 90-Liter-Tonne wird es nicht mehr geben. "Wir haben das System dem Vorbild der Stadt Viersen angeglichen. Dort funktioniert es ohne die beiden Tonnen bestens", erklärt Bauamtsleiter Michael Räppel.

Die Abschaffung ist auch ein Schritt in die Zukunft: "Weil irgendwann das Entsorgungssystem für den Kreis einheitlich wird, werden die Größen angeglichen." Die Stadt Nettetal habe die gleiche Entscheidung getroffen.

Wenn jetzt ein Kunde statt einer 60-Liter-Tonne eine größere nehmen muss - betroffen sind vor allem Ein- und Zwei-Personen-Haushalte - muss er aber nicht zwingend mehr Gebühren bezahlen. "Der Abschlag erhöht sich zwar, aber das können die Verbraucher über das neue Chip-System wieder ausgleichen", so Räppel.

Bei 26 Leerungen pro Jahr müsse man die Tonne nicht immer an die Straße stellen. "Abgerechnet wird über die Anzahl der Leerungen." Unter dem Strich rechnet der Bauamtsleiter sogar mit einer Entlastung für die Bürger: "Jeder hat seine Kosten selbst in der Hand."