Wülfrath : Kirmes muss wieder abgesagt werden

Organisator Axel Otto Paul sorgt sich, ob er 2022 noch Schausteller nach Wülfrath holen kann.

Leicht hat sich Kirmesmeister Axel Otto Paul die Entscheidung nicht gemacht, die diesjährige Kirmes erneut wegen der Virusinfektion abzusagen. „Nach Rücksprache mit der Verwaltung und dem Ordnungsamt sind wir aber zu keiner anderen Entscheidung gekommen“, teilte er am Donnerstagmorgen der Presse mit.

Eigentlich war Paul, der mit dem Betreiber Walter Milz die Kirmes alljährlich aus dem Boden stampft, bis vor wenigen Wochen noch davon ausgegangen, dass das beliebte Stadtfest wieder vor dem Rathaus stattfinden kann. „Selbst vor zehn Tagen sahen die Zahlen noch anders aus. Aber die Inzidenz steigt spürbar, was die Durchführung eines solchen Festes für die Betreiber erschwert. Wir müssten eine lückenlose Nachverfolgung garantieren und klare Ein- und Ausgänge definieren. Das ist auf dem Kirmes­platz am Rathaus nicht möglich“, erklärt Axel Otto Paul die Entscheidung.

Leid tun ihm dabei nicht nur die Familien, die zum zweiten Mal in Folge auf die Kirmes verzichten müssen, sondern besonders die Schausteller. „Wir haben eigentlich jedes Jahr zwischen zehn und zwölf Schausteller vor Ort. Dass wir wieder absagen müssen, darunter leidet gerade dieses Gewerbe. Ich frage mich ernsthaft, ob es im kommenden Jahr überhaupt noch Schausteller geben wird, die auf unsere Kirmes kommen können“, so der Organisator. Normalerweise findet die Kirmes alljährlich um den zweiten Sonntag im September statt.