Velbert : CDU fordert: Mehr Durchblick für den Besuch im Rathaus

Die Christdemokraten setzen sich für neue Wegweiser und über das Netz abrufbare Raumpläne und Geschäftszeiten ein.

„Wo finde ich was?“, diese Frage stellen sich Besucher häufig vergeblich in dem verzweigten Velberter Ratshauskomplex, hat die CDU-Ratsfraktion jetzt festgestellt. „Die Vielzahl an Räumen in verschiedenen Trakten und auf verschiedenen Ebenen ist für Besucher mit der vorhandenen Beschilderung eine echte Herausforderung“, urteil der Fraktionsvorsitzende Manfred Bolz. Deshalb haben die Christdemokraten nun einen Antrag gestellt, um die Verwaltung zu beauftragen, für Verbesserung zu sorgen.

Konkret sollen neben einer neuen, gut verständlichen Wegweisung zur Orientierung im Rathaus, die einzelnen Büro-Öffnungszeiten und auch die Raumpläne aller Verwaltungsgebäude im Internet veröffentlicht werden. „Es ist wichtig, dass sich der Besucher auch schon vor dem Gang zur Behörde im Internet informieren kann, wohin er genau muss und wann er Jemanden antrifft“, sagt Manfred Bolz. „Und was für Menschen, die gut zu Fuß sind schon schwer ist, ist für Menschen mit Beeinträchtigung noch um ein Vielfaches schwerer“. Auch für Menschen mit einer Behinderung müsse die Stadtverwaltung viel transparenter werden.

Dafür bietet sich aus Sicht der Union das Internet-Portal „NRWinformierBar“ an. Dort gibt es Informationen und Hinweise zur Zugänglichkeit, Auffindbarkeit und Nutzbarkeit von öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden. „So können sich Rollstuhlfahrer schon vor dem Besuch über die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort informieren, zum Beispiel wo der barrierefreie Zugang ist, wie viele Umwege dafür in Kauf genommen werden müssen und ob vielleicht individueller Hilfebedarf besteht. „Dafür muss sich die Velberter Verwaltung auf der Plattform registrieren und natürlich erst einmal die konkreten Daten eingeben“, erklärt Bolz.

Der CDU-Fraktionschef räumt ein, dass eine einfache und verständliche Beschilderung aufgrund der Raumstruktur des Velberter Ratshauses und der Verteilung der Verwaltungszuständigkeiten auf mehrere Gebäude nicht ganz einfach ist. „Daher müssen wir versuchen, das Beste daraus zu machen“, sagt Bolz.